Discussion:
Flac vs. Alac vs. MP3 320
(zu alt für eine Antwort)
Ralph Aichinger
2014-06-02 09:41:02 UTC
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In meinem Digital-Ordnungsprojekt wird für eigene
CDs wohl neu einlesen und automatisch (soweit geht)
taggen wohl sinnvoller sein, als die Bruchstücke die
ich eingelesen habe neu zu taggen, alleine schon der
Vollständigkeit halber.

Wie schaut es eigentlich derzeit mit der Unterstützung
der zwei gängigen Lossless-Formate in diversen Plattformen
und Playern aus?

Sehe ich das richtig, daß

FLAC auf allen Plattformen außer Apple weitgehend
nativ unterstützt wird?

ALAC derzeit bei Android nicht nativ unterstützt wird,
aber sonst überall (Linux, Windows), daß aber die
Unterstützung in Details etwas schlechter ist?

Wie schaut es bei physischen Playern (tragbaren
wie iPods und stationären wie DVD-Playern,
Streaming-Zuspielern etc.) aus, gibt es da was was
klar kompatibler ist?

Für mich sind "muß-Plattformen": Linux, Windows und Android
Nice-to-have-Plattformen: Apple in diversen Ausprägungen
Großes-Fragezeichen-Plattformen: Hardwareplayer

Vor allem bei den Hardwareplayern ist mir nicht klar, wie
weit bei *aktuellen* Sachen Flac oder Alac unterstützt
wird.

Es ist klar daß man bei lossless immer hin- und herkopieren
kann, aber wenn man sich schon die Mühe macht hunderte
CDs einzulesen, dann will man sich vorher für das sinnvollere
Format entscheiden.

Ah ja, und hat eines der beiden Formate beim Tagging
Vorteile (Speicherplatzeffizienz ist mir egal, bitte
sagt mir nicht daß eines oder das andere um ein paar
Prozent besser komprimiert, das ist irrelevant)?

Oder lossless gleich wieder vergessen und MP3 mit hoher
Bitrate wählen? Die Lizenzierungssorgen hab ich nicht,
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei, und es wird wirklich
überall unterstützt. Allerdings ist es eben -- auch wenn
man es bei 320k sicher nicht hört -- ein verlustbehaftetes
Format (und aktuelle Festplatten sind so groß daß Musik
vom Speicherplatz her irrelevant wird). Selbst wenn man
es "direkt" nicht hört, so könnte es ja sein, daß bei
zukünfitigen Weiterbearbeitungen (z.B. irgendwelchen
echtzeit-Equalizer-Sachen oder Raumakustik-Korrekturen)
die Artefakte irgendwie hochgespült werden. *Wenn* man
schon alles neu einspielt mein ich ...

/ralph
Muck Krieger
2014-06-02 13:00:23 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Es ist klar daß man bei lossless immer hin- und herkopieren
kann, aber wenn man sich schon die Mühe macht hunderte
CDs einzulesen, dann will man sich vorher für das sinnvollere
Format entscheiden.
Es gibt -zig Anwendungen für alle gängigen Betriebssysteme
die dir "on the fly" die üblichen Lossless-Dateien in ein grade
auf z.B. einem Mobilgeräte benötigtes anderes Audioformat
umwandeln und dorthin kopieren, auf aktueller Hardware
braucht das nur unwesentlich mehr Zeit als die Kopieraktion.
Post by Ralph Aichinger
Ah ja, und hat eines der beiden Formate beim Tagging
Vorteile (Speicherplatzeffizienz ist mir egal, bitte
sagt mir nicht daß eines oder das andere um ein paar
Prozent besser komprimiert, das ist irrelevant)?
Alle Lossless-Formate lassen sich taggen, FLAC, Apple
Lossless, Windows Media Lossless, True Audio etc, und
auch prähistorische Formate wie WavPack, Monkey Audio
und und und ...
Post by Ralph Aichinger
Oder lossless gleich wieder vergessen und MP3 mit hoher
Bitrate wählen? Die Lizenzierungssorgen hab ich nicht,
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei, und es wird wirklich
überall unterstützt. Allerdings ist es eben -- auch wenn
man es bei 320k sicher nicht hört -- ein verlustbehaftetes
Format (und aktuelle Festplatten sind so groß daß Musik
vom Speicherplatz her irrelevant wird). Selbst wenn man
es "direkt" nicht hört, so könnte es ja sein, daß bei
zukünfitigen Weiterbearbeitungen (z.B. irgendwelchen
echtzeit-Equalizer-Sachen oder Raumakustik-Korrekturen)
die Artefakte irgendwie hochgespült werden. *Wenn* man
schon alles neu einspielt mein ich ...
Verlustbehaftete Audioformate sind Wegwerf^^^Gebrauchs-
Formate. Jedes erneute Transkodieren erzeugt natürlich neue
Artefakte (auch z.B. in "Hochbit"-Raum-etc-Korrektur-DSPs),
die zwar auch nicht unbedingt hörbar sind, aber spätestens beim
"daisy-chaining" mehrerer Effekt(gerät)e stören werden.

Zum echten Archivieren sind nur Lossless-Formate geeignet,
da sich aus ihnen jederzeit (wie bspw bei Zip etc) ein exakter
Klon des Original erzeugen läßt. Welches LL ist dabei egal,
auch beim Plattformwechsel oder w.a.i. lassen sie sich ohne
Verlust vom einen ins andere konvertieren ("... eine Stein ist
eine Stein ist eine Stein" Zitat Gertrude Lossless, ca 1903).

Hier [TM] "rippe" ich CDs in einem Stück (so bleiben auch
die vom Künstler gewollten unterschiedlich langen (Nicht-)
Pausen erhalten, also aus _einer_ CD wird _eine_ Audio-
Datei (bei mir FLAC), dazu kommt ein Cue-Sheet, das in
etwa der TOC einer realen CD entspricht aber zusätzlich
CD-Text und weitere Meta-Daten enthalten kann. *.cue
ist ein reines Textformat und kann deshalb auch schnell und
leicht durchsucht werden - auf meiner per Remotedesktop
angesprochenen "Musikbox" liegen derzeit ca 7k CDs, da
find ich per Stichwortsuche jeden beliebigen Titel (Volltext-
suche des Betrübssystems ginge auch, "aborange searcher"
ist noch schneller) innerhalb weniger Sekunden abspielen.

Deshalb auch zu Musik-Datenbank - WTF? ;-)

Keep on rocking,

Muck
Peter Sauter
2014-06-03 04:20:01 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
In meinem Digital-Ordnungsprojekt wird für eigene
CDs wohl neu einlesen und automatisch (soweit geht)
taggen wohl sinnvoller sein, als die Bruchstücke die
ich eingelesen habe neu zu taggen, alleine schon der
Vollständigkeit halber.
Wie schaut es eigentlich derzeit mit der Unterstützung
der zwei gängigen Lossless-Formate in diversen Plattformen
und Playern aus?
Sehe ich das richtig, daß
FLAC auf allen Plattformen außer Apple weitgehend
nativ unterstützt wird?
ALAC derzeit bei Android nicht nativ unterstützt wird,
aber sonst überall (Linux, Windows), daß aber die
Unterstützung in Details etwas schlechter ist?
Wie schaut es bei physischen Playern (tragbaren
wie iPods und stationären wie DVD-Playern,
Streaming-Zuspielern etc.) aus, gibt es da was was
klar kompatibler ist?
Im Zweifelsfalle müsst du dann eh schauen welche Format der
Hardwareplayer unterstützt. Meistens wird FLAC als Loosless-Format fast
immer Supported bei Streamingplayern u. ALAC habe ich da bei
Testberichten schon deutlich seltener gelesen.
Mein Oppo BPD-103 Multiplayer unterstütz beide Formate laut FAQ auf
folgender Seite:

http://watershade.net/wmcclain/BDP-103-faq.html#what-are-the-supported-media-container-and-file-types
Wolfgang Schwanke
2014-06-04 10:19:12 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Sehe ich das richtig, daß
FLAC auf allen Plattformen außer Apple weitgehend
nativ unterstützt wird?
Ich finde die Frage ist nicht richtig gestellt. Welche Formate
abspielbar sind, ist keine Frage des Betriebssystems, sondern der
Player-Anwendung. Du findest vermutlich auf allen Betriebssystemen
Player, die dein Wunschformat abspielen können. Musste ggf. nur
Software/App nachinstallieren.
Post by Ralph Aichinger
ALAC derzeit bei Android nicht nativ unterstützt wird,
Der bei (einigen) Android-Versionen vorinstallierte "Google Player"
kann lt Beschreibung ALAC. Wenn nicht installierste einfache ne App
die's kann.
Post by Ralph Aichinger
Wie schaut es bei physischen Playern (tragbaren
wie iPods und stationären wie DVD-Playern,
Streaming-Zuspielern etc.) aus, gibt es da was was
klar kompatibler ist?
Vermutlich FLAC
Post by Ralph Aichinger
Vor allem bei den Hardwareplayern ist mir nicht klar, wie
weit bei *aktuellen* Sachen Flac oder Alac unterstützt
wird.
Warum willst du überhaupt diesen Umweg gehen? Um die Musik in Hardware-
Player zu kriegen, musst du ohnehin einen Datenträger bespielen. Statt
mit "exotischen" Dateiformaten rumzuexperimentieren, kannste da doch
gleiche eine RedBook Audio-CD brennen, die ist dann rückwärtskompatibel
bis zum ersten CD-Player von 1983.
Post by Ralph Aichinger
aber wenn man sich schon die Mühe macht hunderte
CDs einzulesen, dann will man sich vorher für das sinnvollere
Format entscheiden.
Bei mir läuft das so: FLAC als Archiv-Format, das ggf. als Quelle für
Audio-CDs (für stationäre Player) oder für MP3s (für mobile und
schnellen Zugriff am Rechner) dient. Lossless-Formate für mobile Player
machen IMHO keinen Sinn, da nutze ich nur MP3. Du verschwendest mit
FLAC & Co die 5- fache Speicherplatzmenge, und hast keinen relevanten
Vorteil.
Post by Ralph Aichinger
Oder lossless gleich wieder vergessen und MP3 mit hoher
Bitrate wählen?
Nein Lossless macht Sinn, aber nicht als Nutzformat sondern als
Archivformat, aus dem du Zielformate deiner Wahl je nach Fähigkeit des
Abspielgeräts generieren kannst.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Thomas Einzel
2014-06-04 18:12:51 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Ralph Aichinger
Sehe ich das richtig, daß
FLAC auf allen Plattformen außer Apple weitgehend
nativ unterstützt wird?
Ich finde die Frage ist nicht richtig gestellt. Welche Formate
abspielbar sind, ist keine Frage des Betriebssystems, sondern der
Player-Anwendung. Du findest vermutlich auf allen Betriebssystemen
Player, die dein Wunschformat abspielen können. Musste ggf. nur
Software/App nachinstallieren.
Ja, mit dem Plug Player streamte dann auch ein iPod FLAC.
...
Post by Wolfgang Schwanke
Bei mir läuft das so: FLAC als Archiv-Format, das ggf. als Quelle für
Audio-CDs (für stationäre Player) oder für MP3s (für mobile und
schnellen Zugriff am Rechner) dient. Lossless-Formate für mobile Player
machen IMHO keinen Sinn, da nutze ich nur MP3. Du verschwendest mit
FLAC & Co die 5- fache Speicherplatzmenge, und hast keinen relevanten
Vorteil.
Bei uns sehr ähnlich.
FLAC ins Archiv aus dem im Haus direkt gestreamt wird. Temporäre Kopien
als CDDA, mp3, ogg vorbis... und sollte ein besserer lossless codec
auftauchen kann man das ganze FLAC Archiv auch verlustfrei wandeln.
--
Thomas
Jan Heitkötter
2014-06-04 20:06:37 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Warum willst du überhaupt diesen Umweg gehen? Um die Musik in Hardware-
Player zu kriegen, musst du ohnehin einen Datenträger bespielen. Statt
mit "exotischen" Dateiformaten rumzuexperimentieren, kannste da doch
gleiche eine RedBook Audio-CD brennen, die ist dann rückwärtskompatibel
bis zum ersten CD-Player von 1983.
Ich kann eine CD weder in mein Smartphone noch in das NAS, das die
Squeezebox mit Musik versorgt, einlegen.

Jan
Wolfgang Schwanke
2014-06-04 20:11:23 UTC
Permalink
Post by Jan Heitkötter
Post by Wolfgang Schwanke
Warum willst du überhaupt diesen Umweg gehen? Um die Musik in Hardware-
Player zu kriegen, musst du ohnehin einen Datenträger bespielen. Statt
mit "exotischen" Dateiformaten rumzuexperimentieren, kannste da doch
gleiche eine RedBook Audio-CD brennen, die ist dann rückwärtskompatibel
bis zum ersten CD-Player von 1983.
Ich kann eine CD weder in mein Smartphone noch in das NAS, das die
Squeezebox mit Musik versorgt, einlegen.
Der OP fragte nach CD- und DVD-Playern. Dafür muss er in jedem Fall ein
ein Medium brennen. Für Smartphones erzeugt er aus der gleichen Quelle
ein MP3. Eine Format, das alle nur denkbaren Geräte abspielen können,
gibt es nicht.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Jan Heitkötter
2014-06-04 20:18:32 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Jan Heitkötter
Ich kann eine CD weder in mein Smartphone noch in das NAS, das die
Squeezebox mit Musik versorgt, einlegen.
Der OP fragte nach CD- und DVD-Playern. Dafür muss er in jedem Fall ein
ein Medium brennen. Für Smartphones erzeugt er aus der gleichen Quelle
ein MP3. Eine Format, das alle nur denkbaren Geräte abspielen können,
gibt es nicht.
Der OP fragte

| Wie schaut es bei physischen Playern (tragbaren
| wie iPods und stationären wie DVD-Playern,
| Streaming-Zuspielern etc.) aus, gibt es da was was
| klar kompatibler ist?

Da ist eine CD m.E. ein denkbar ungeeigneter Rat. Unabhängig davon, dass
CD- und DVD-Player nicht (mehr) an CDs gebunden sind. Mein BD-Player
bspw. kann auch Musik vom USB-Stick und per DLNA vom NAS spielen.

Jan
Wolfgang Schwanke
2014-06-04 20:33:45 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Der OP fragte
| Wie schaut es bei physischen Playern (tragbaren
| wie iPods und stationären wie DVD-Playern,
| Streaming-Zuspielern etc.) aus, gibt es da was was
| klar kompatibler ist?
Da ist eine CD m.E. ein denkbar ungeeigneter Rat.
Wieso das? :) Alle DVD-Player können RedBook Audio-CDs abspielen.
Post by Wolfgang Schwanke
Unabhängig davon, dass
[manche]
Post by Wolfgang Schwanke
CD- und DVD-Player nicht (mehr) an CDs gebunden sind. Mein BD-Player
bspw. kann auch Musik vom USB-Stick und per DLNA vom NAS spielen.
Ich hab die Frage so verstanden, dass möglichst jedes denkbare Gerät
damit klarkommen kann. Ich bestreite nicht, dass man auf den
exotischsten Umwegen Medien abspielen kann. Ich würde sowas direkt über
einen Rechner abspielen, der zu diesem Behufe an der HiFi-Anlage
angeschlossen ist, statt die Musik auf irgendeinen Datenträger zu
kopieren und dann ein Drittgerät damit zu beschicken.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ralph Aichinger
2014-06-04 20:22:56 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Der OP fragte nach CD- und DVD-Playern.
Nein, ich hab IIRC nach Hardware-Playern (im Gegensatz zu Softwareplayern wie
iTunes oder VLC) gefragt. Jedenfalls hab ich das gemeint.

In erster Linie geht es mir um Handys, Streaming-Geräte ("Internet-Radios"),
eventuell Fernseher, Sat-Receiver etc., "iPods", halt im Prinzip alles was
ein MP3 abspielen kann.

Physische Medien möchte ich eigentlich keine mehr brennen wenn ich die
Daten schon auf dem Server habe. Eventuell für Notfälle ein Stick damit
man z.B. im Autoradio hören kann.
Post by Wolfgang Schwanke
Dafür muss er in jedem Fall ein
ein Medium brennen.
Das will ich eigentlich nicht mehr haben.
Post by Wolfgang Schwanke
Für Smartphones erzeugt er aus der gleichen Quelle
ein MP3. Eine Format, das alle nur denkbaren Geräte abspielen können,
gibt es nicht.
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Alles wird man nie schaffen, aber im Notfall kann man dann ja immer noch
umcodieren. Aber das sollte eben nur im Notfall sein, ich will nicht alles
doppelt haben, und im Hintergrund immer einen Umcodierprozess laufen lassen
(wenn ich das vermeiden kann).

/ralph
Wolfgang Schwanke
2014-06-04 20:34:48 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Ja das ist MP3.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Ralph Aichinger
2014-06-04 20:37:06 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Ralph Aichinger
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Ja das ist MP3.
Ein verlustloses.

/ralph
Thomas Einzel
2014-06-04 21:44:48 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Ralph Aichinger
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Ja das ist MP3.
Ein verlustloses.
FLAC
--
Thomas
Erhard Schwenk
2014-06-04 22:38:14 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Ralph Aichinger
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Ja das ist MP3.
Ein verlustloses.
Das wäre im Zweifel WAV, 16 Bit, 44.1 kHz. Kompatibler gehts kaum. Nur
ist das halt ein Speicherfresser.

Die Lösung des Problems ist, zwischen einem Format zur Aufbewahrung
(verlustfrei, sicher dauerhaft lesbar) und einem zum Abspielen (mit
jedem Aldi-Player kompatibel - defakto wohl MP3 mit 128 kBit/s) zu
unterscheiden. Und dann eben seine Daten in ersterem Format
aufzubewahren und nach Bedarf in zweiteres Format oder ein anderes
opportunes zu konvertieren. Beispielsweise, indem man 24 Bit/96 kHz WAV
auf einer NAS vorhält und ab und an mal MP3s mit 64 kBit/s fürs Handy
daraus erzeugt.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Wolfgang Schwanke
2014-06-05 05:19:43 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Post by Ralph Aichinger
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Ralph Aichinger
Klar. Ich möchte ein Format, das *möglichst viele* Geräte abspielen können.
Ja das ist MP3.
Ein verlustloses.
Das wäre im Zweifel WAV, 16 Bit, 44.1 kHz. Kompatibler gehts kaum. Nur
ist das halt ein Speicherfresser.
Der mit Android ausgelieferte Google Player kann kein WAV.
Post by Erhard Schwenk
Die Lösung des Problems ist, zwischen einem Format zur Aufbewahrung
(verlustfrei, sicher dauerhaft lesbar) und einem zum Abspielen (mit
jedem Aldi-Player kompatibel - defakto wohl MP3 mit 128 kBit/s) zu
unterscheiden.
Sag ich ja, aber dis willer nich. :)
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ralph Aichinger
2014-06-05 12:32:39 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Das wäre im Zweifel WAV, 16 Bit, 44.1 kHz. Kompatibler gehts kaum. Nur
ist das halt ein Speicherfresser.
Nö ist nicht wirklich kompatibel. Hat kein Tagging.

/ralph
Bernd Mayer
2014-06-04 11:23:16 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
In meinem Digital-Ordnungsprojekt wird für eigene
CDs wohl neu einlesen und automatisch (soweit geht)
taggen wohl sinnvoller sein, als die Bruchstücke die
ich eingelesen habe neu zu taggen, alleine schon der
Vollständigkeit halber.
Wie schaut es eigentlich derzeit mit der Unterstützung
der zwei gängigen Lossless-Formate in diversen Plattformen
und Playern aus?
Hallo,

eine google-Recherche nach den beiden Stichworten ergibt für ALAC
lediglich 4% der Suchergebnisse gegenüber FLAC.


Bernd Mayer
Marcel Müller
2014-06-05 07:46:13 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Ralph Aichinger
FLAC auf allen Plattformen außer Apple weitgehend
nativ unterstützt wird?
ALAC derzeit bei Android nicht nativ unterstützt wird,
aber sonst überall (Linux, Windows), daß aber die
Unterstützung in Details etwas schlechter ist?
FLAC ist verbreiteter; nicht mehr und nicht weniger.
Post by Ralph Aichinger
Für mich sind "muß-Plattformen": Linux, Windows und Android
Das sind alles recht offene Lösungen, wo eigentlich alles geht.
Post by Ralph Aichinger
Großes-Fragezeichen-Plattformen: Hardwareplayer
Da geht genau das was auf der Verpackung steht. Nicht mehr und (meist)
nicht weniger. Und wenn doch mal weniger, ist das ein klarer Fall für
die 2-jährige Gewährleistung, unabhängig von der Beweislastumkehr.

Auf die handverlesenen Fälle, wo ein Firmwareupdate erstens existiert
hat und zweiten ein neues Format brachte, braucht man nicht zu hoffen.
Post by Ralph Aichinger
Vor allem bei den Hardwareplayern ist mir nicht klar, wie
weit bei *aktuellen* Sachen Flac oder Alac unterstützt
wird.
Steht es auf der Verpackung oder in der Beschreibung?
Das wirst Du doch wohl herausfinden können.
Wenn Du dich für FLAC entscheidest, kauft Du nur noch Geräte, die FLAC
können, fertig. Ich sehe da kein Problem.
Post by Ralph Aichinger
Es ist klar daß man bei lossless immer hin- und herkopieren
kann, aber wenn man sich schon die Mühe macht hunderte
CDs einzulesen, dann will man sich vorher für das sinnvollere
Format entscheiden.
Die Umwandlung geht ggf. per Skript. Etliche Player-Betankungsprogramme
macht das auch on the fly.
Post by Ralph Aichinger
Oder lossless gleich wieder vergessen und MP3 mit hoher
Bitrate wählen?
MP3 320bps ist komplett Schwachsinn. Das Format ist nicht für so hohe
Bitraten optimiert. Das führt dazu, dass selbst bei 320 kbps mehr
Kompressionsverluste auftreten, als bei anderen Formaten. Sinnvolle
Bitraten für MP3 liegen zwischen 128 und maximal 256 kbps. Gute
Kompromisse um die 200 kbps VBR.
Das stört Plattformen wie Amazon freilich nicht debei, trotzdem 320 kbps
MP3 zu nutzen, den mehr ist doch immer besser, oder?

Wenn Du etwas besseres als Standard-MP3 willst, sind die älteren
MPEG1-Formate besser geeignet. MP2 aka Layer 2 (= DVD Stereo) macht z.b.
bei 256-320 kbps schon eine ziemlich gute Figur. Der passende Encoder
heißt toolame.
MP1 bei 384 kbps (Philips DCC) ist sogar fast frei von /messbaren/
Verlusten. (Hat die c't mal getestet.) Dummerweise ist es so aus der
Mode, dass ich keine freie Encoder-Software dafür kenne.

Das schöne an MP1 und MP2: jeder spezifikationsgemäße MP3 Decoder muss
auch MP2 und MP1 abspielen können. Soweit die Theorie. Ob dass der
Chinese im Zweifel gelesen und auch getestet hat, ist allerdings eine
andere Frage.
In der Praxis können die meisten MP3-Player die Files abspielen, wenn
man die Dateien in .mp3 umbenennt. Vereinzelt gibt es aber Ausfälle.

Größter Nachteil von allen MPEG-Formaten ist, dass keines davon
Gapless-Playback kann. Heißt die schöne Live-CD hustet immer etwas
zwischen den Tracks. Lame hat das MP3-Format dahingehend erweitert,
indem es ein proprietäres Frame mit Encoder-Delay und Song-Länge
hinzufügt. Aber das kann bei weitem nicht jeder Player verstehen; und so
wird es nur auf machen Hardwareplayern ohne Lücken wiedergegeben.
Softwareplayer, also Win, Linux & Co, können es fast ausnahmslos.

An der Stelle müsste man noch Ogg-Vorbis mit in die Waagschale werfen.
Es ist Qualitativ etwas besser als MP3 und hat das Problem mit dem
Gapless Playback nicht. Allerdings können nicht alle Hardwareplayer
Ogg-Vorbis.
Post by Ralph Aichinger
Die Lizenzierungssorgen hab ich nicht,
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei, und es wird wirklich
überall unterstützt.
Da passiert auch nichts mehr. Die Katze ist längst aus dem Sack.
Post by Ralph Aichinger
Allerdings ist es eben -- auch wenn
man es bei 320k sicher nicht hört -- ein verlustbehaftetes
Format (und aktuelle Festplatten sind so groß daß Musik
vom Speicherplatz her irrelevant wird).
Das gilt für die Backup-Laufzeiten nicht unbedingt.

Ferner ist der Platz auf mobilen Playern üblicherweise begrenzt.
Post by Ralph Aichinger
Selbst wenn man
es "direkt" nicht hört, so könnte es ja sein, daß bei
zukünfitigen Weiterbearbeitungen (z.B. irgendwelchen
echtzeit-Equalizer-Sachen oder Raumakustik-Korrekturen)
die Artefakte irgendwie hochgespült werden. *Wenn* man
schon alles neu einspielt mein ich ...
Das kann tatsächlich passieren. Allerdings ist das in der Praxis kaum
ein Problem. Bei Digital Room Correction kompensiert man ja gezielt
auftretende Verfremdungen und ist damit im Ergebnis wieder näher am
Original und mithin auch näher am psychoakkustischen Modell des
Encoders. In der Praxis sind Artefakte deshalb auf erbärmlicher
Wiedergabehardware oder mit einem selektiven Hörschaden häufiger
auszumachen als unter guten Bedingungen.

Wenn die der Platz nicht stört, nimm FLAC. Wenn einige Player dabei
husten und dich noch mehr Platz auch nicht stört, dann hole Dir ein
Transcodierungs-Programm, was den ganzen FLAC-Baum nochmal als
MP3-Derivat-Baum bereitstellt und selbigen Baum automatisch
aktualisiert, wenn sich bei den FLACs etwas tut. Von den MP3s brauchst
Du nicht einmal ein Backup, weil sie im Zweifel von selbigem Programm
automatisch wieder erstellt werden.


Marcel
Ralph Aichinger
2014-06-05 12:39:05 UTC
Permalink
Post by Marcel Müller
Post by Ralph Aichinger
Vor allem bei den Hardwareplayern ist mir nicht klar, wie
weit bei *aktuellen* Sachen Flac oder Alac unterstützt
wird.
Steht es auf der Verpackung oder in der Beschreibung?
Das wirst Du doch wohl herausfinden können.
Ich meine nicht notwendigerweise Sachen die bei mir
rumstehen und die ich mir kaufe, da würde ich drauf achten,
soweit wie möglich, aber grade bei Musikdateien kann es ja
schnell mal passieren daß man Material zu Freunden mitnimmt,
etc. In meinem Freundeskreis gibt es z.B. ausgesprochene
Apple-Haushalte.
Post by Marcel Müller
Kompromisse um die 200 kbps VBR.
Ich hab oft 224k oder 192k encodet, beides war für mich immer OK.
Post by Marcel Müller
An der Stelle müsste man noch Ogg-Vorbis mit in die Waagschale werfen.
Es ist Qualitativ etwas besser als MP3 und hat das Problem mit dem
Gapless Playback nicht. Allerdings können nicht alle Hardwareplayer
Ogg-Vorbis.
Ich fürchte 2017 oder 2018 wenn MP3 frei wird, dann wird der
Ogg-Support noch mal schlechter werden, weil dann auch die
ideologischen Gründe für dieses Format wegfallen.
Post by Marcel Müller
Da passiert auch nichts mehr. Die Katze ist längst aus dem Sack.
Naja, gerade bei Linux-Distris kommt das dann in den
Standard-Install, mit Encoder und allem Drum und Dran.
Bei Windows und Mac wird es in der Tat keinen Unterschied
machen.

/ralph
Marcel Müller
2014-06-05 20:47:13 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Ralph Aichinger
Ich meine nicht notwendigerweise Sachen die bei mir
rumstehen und die ich mir kaufe, da würde ich drauf achten,
soweit wie möglich, aber grade bei Musikdateien kann es ja
schnell mal passieren daß man Material zu Freunden mitnimmt,
etc. In meinem Freundeskreis gibt es z.B. ausgesprochene
Apple-Haushalte.
Apple ist halt geschlossene Gesellschaft. ;-)
Naja, ganz so schlimm ist es nicht mehr. Aber was Hänschen nicht lernt,
lernt Hans nimmermehr, gilt auf den Apfelplantagen schon noch.
Post by Ralph Aichinger
Post by Marcel Müller
Kompromisse um die 200 kbps VBR.
Ich hab oft 224k oder 192k encodet, beides war für mich immer OK.
Normal schon. Ich hatte in meinem Leben bisher nur einen Song, den ich
bei 192 kbps noch einigermaßen zuverlässig als MP3 erkennen konnte.
Post by Ralph Aichinger
Post by Marcel Müller
An der Stelle müsste man noch Ogg-Vorbis mit in die Waagschale werfen.
Es ist Qualitativ etwas besser als MP3 und hat das Problem mit dem
Gapless Playback nicht. Allerdings können nicht alle Hardwareplayer
Ogg-Vorbis.
Ich fürchte 2017 oder 2018 wenn MP3 frei wird, dann wird der
Ogg-Support noch mal schlechter werden, weil dann auch die
ideologischen Gründe für dieses Format wegfallen.
Da tut sich nicht mehr viel. Ogg ist ausgereift. Entweder man
unterstützt es oder nicht. Bis zu diesem Datum ist möglicherweise
sowieso Schluss mit den offenen Formaten. Die zweite Runde DRM geht
gerade erst los. Und diesmal wird das Zeug mutmaßlich nicht mehr wie
Blei beim Händler liegen. Die Benutzer sind das mittlerweile mit ihren
Handys gewohnt, dass kaufen nur noch ausleihen meint. Wie bei den
Kobolden in Harry Potter...
Post by Ralph Aichinger
Post by Marcel Müller
Da passiert auch nichts mehr. Die Katze ist längst aus dem Sack.
Naja, gerade bei Linux-Distris kommt das dann in den
Standard-Install, mit Encoder und allem Drum und Dran.
Mir ist noch keine Desktop-Distri untergekommen, die kein MP3 kann.
Post by Ralph Aichinger
Bei Windows und Mac wird es in der Tat keinen Unterschied
machen.
Bis dahin gibt es kein Windows in dem Sinne mehr. Das OS ist dann
einfach nur noch egal. Die Fanboy-Schlachten sind durch.


Marcel
Reindl Wolfgang
2014-06-05 12:21:49 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei,
/Noch/ verdient also jemand an den Lizenzgebühren für mp3 und hat drum
ein Interesse dran, daß das auch implementiert wird.
Sobald der Patentschutz weg ist und keiner mehr daran verdient wird die
nächste verlstbehaftet kompromittierende Sau durchs Dorf getrieben, mit
der jemand Geld machen kann.

Sobald mp3 patentfrei ist gebe ich dem Format noch eine Zeit des
Dahinsiechens von max. 2 Jahren, dann weiß die dann zeitgenössische
Jugend nichtmalmehr, was mp3 ist; so wie die heutige Jugend nimmer weiß,
was LPs sind (von MCs ganz zu schweigen).

Wolfgang
Ralph Aichinger
2014-06-05 12:40:45 UTC
Permalink
Post by Reindl Wolfgang
Post by Ralph Aichinger
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei,
/Noch/ verdient also jemand an den Lizenzgebühren für mp3 und hat drum
ein Interesse dran, daß das auch implementiert wird.
Sobald der Patentschutz weg ist und keiner mehr daran verdient wird die
nächste verlstbehaftet kompromittierende Sau durchs Dorf getrieben, mit
der jemand Geld machen kann.
Glaub ich nicht. Schau dir an, was alles an Anläufen genommen
worden ist um JPEG zu verbessern, z.B. JPEG 2000. Alles Totgeburten.
JPEG ist gut genug. MP3 ist gut genug.
Post by Reindl Wolfgang
Sobald mp3 patentfrei ist gebe ich dem Format noch eine Zeit des
Dahinsiechens von max. 2 Jahren, dann weiß die dann zeitgenössische
Jugend nichtmalmehr, was mp3 ist; so wie die heutige Jugend nimmer weiß,
was LPs sind (von MCs ganz zu schweigen).
Glaub ich nicht. MP3 und JPEG wird uns beide überleben. Wäre mein Tip.

/ralph
Erhard Schwenk
2014-06-05 14:53:25 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Reindl Wolfgang
Post by Ralph Aichinger
in 3 1/2 Jahren ist MP3 patentfrei,
/Noch/ verdient also jemand an den Lizenzgebühren für mp3 und hat drum
ein Interesse dran, daß das auch implementiert wird.
Sobald der Patentschutz weg ist und keiner mehr daran verdient wird die
nächste verlstbehaftet kompromittierende Sau durchs Dorf getrieben, mit
der jemand Geld machen kann.
Glaub ich nicht. Schau dir an, was alles an Anläufen genommen
worden ist um JPEG zu verbessern, z.B. JPEG 2000. Alles Totgeburten.
JPEG ist gut genug. MP3 ist gut genug.
Jein. Das zugrundeliegende Problem hat sich anderweitig massiv
entschärft. Es steht mehr Bandbreite, schnellere CPUs und massiv mehr
Speicher zur Verfügung als in den 1990ern. Dadurch ist die Notwendigkeit
der Datenreduktion in vielen Fällen schlicht weggefallen. Schau Dich mal
um, wie viele Leute JPGs mit "100%" abspeichern.

MP3 wird praktisch nur noch in Consumer-Spielzeug und mobilen Geräten
verwendet. Ich kenne jedenfalls keinen Tonprofi, der noch ernsthaft MP3s
im Fieldrecorder aufzeichnen würde - dank Verfügbarkeit von
Speicherkarten im 100GB-Bereich nimmt man lieber WAV, das macht nacher
weniger Streß beim Aufbereiten und Schneiden.
Post by Ralph Aichinger
Post by Reindl Wolfgang
Sobald mp3 patentfrei ist gebe ich dem Format noch eine Zeit des
Dahinsiechens von max. 2 Jahren, dann weiß die dann zeitgenössische
Jugend nichtmalmehr, was mp3 ist; so wie die heutige Jugend nimmer weiß,
was LPs sind (von MCs ganz zu schweigen).
Glaub ich nicht. MP3 und JPEG wird uns beide überleben. Wäre mein Tip.
JPG wahrscheinlich ja, allerdings wird das Thema Reduktion deutlich in
den Hintergrund treten. Bei MP3 läßt sich das nicht sicher sagen - als
Langzeit-Archivformat taugts halt nur mit Einschränkungen und
kurzfristiges Zeug wird auch kurzfristig gewechselt. Allerdings müßte
ein unfreier Nachfolger schon eine Killerapplikation mitbringen, sonst
wirds eher FLAC.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Ralph Aichinger
2014-06-05 15:06:30 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
MP3 wird praktisch nur noch in Consumer-Spielzeug und mobilen Geräten
verwendet. Ich kenne jedenfalls keinen Tonprofi, der noch ernsthaft MP3s
im Fieldrecorder aufzeichnen würde - dank Verfügbarkeit von
Speicherkarten im 100GB-Bereich nimmt man lieber WAV, das macht nacher
weniger Streß beim Aufbereiten und Schneiden.
Ein "Bildprofi" nimmt auch kein JPEG sondern das Rawformat seiner
Kamera. Trotzdem ist als Zielformat JPEG alle mal gut genug.

/ralph
Marcel Müller
2014-06-05 20:55:39 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
MP3 wird praktisch nur noch in Consumer-Spielzeug und mobilen Geräten
verwendet. Ich kenne jedenfalls keinen Tonprofi, der noch ernsthaft MP3s
im Fieldrecorder aufzeichnen würde
Den gab es auch nie so richtig.
Post by Erhard Schwenk
Post by Ralph Aichinger
Glaub ich nicht. MP3 und JPEG wird uns beide überleben. Wäre mein Tip.
JPG wahrscheinlich ja, allerdings wird das Thema Reduktion deutlich in
den Hintergrund treten. Bei MP3 läßt sich das nicht sicher sagen - als
Langzeit-Archivformat taugts halt nur mit Einschränkungen und
kurzfristiges Zeug wird auch kurzfristig gewechselt. Allerdings müßte
ein unfreier Nachfolger schon eine Killerapplikation mitbringen, sonst
wirds eher FLAC.
Die Killerapplikation gibt es schon. Sie heißt Spotify & Co. Und MP3
wird auf diesem Kanal mangels DRM niemals Fuß fassen.
Und die Qualität ist in Zeiten von Quäklautsprechern,
Schmalzbohrer-Kopfhörern, Subwoofern in der Größe eines Mitteltöners und
Loudness-War ebenso egal wie der Speicherplatz.

Solange Amazon allerdings noch MP3s verscheuert, ist das Format noch
lange nicht tot.


Marcel
Wolfgang Schwanke
2014-06-06 10:20:21 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Es steht mehr Bandbreite, schnellere CPUs und massiv mehr
Speicher zur Verfügung als in den 1990ern.
Dadurch ist die
Notwendigkeit der Datenreduktion in vielen Fällen schlicht
weggefallen.
Das gilt nie.

Egal wie billig Speicherplatz und Bandbreite sind, sie bleiben trotzdem
begrenzt. Und es wird daher immer das Motiv zum Sparen geben.
Verschwendung selbst "billiger" Ressourcen ist nie wünschenswert. MP3
erlaubt dem Nutzer ohne spürbare Nachteile Faktor 5 - 10 mal soviel
Musik zu Speichern wie bei un- oder gering komprimierten Formaten, und
diese Möglichkeit bleibt für alle Zeit verlockend.
Post by Erhard Schwenk
Schau Dich mal um, wie viele Leute JPGs mit "100%" abspeichern.
Das ist immer noch lossy, und spart immer noch immerns Speicherplatz
gegenüber unkomprimiertem RGB.
Post by Erhard Schwenk
MP3 wird praktisch nur noch in Consumer-Spielzeug und mobilen Geräten
verwendet.
Es wurde nie in was anderem verwendet.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-06 11:36:25 UTC
Permalink
...MP3
erlaubt dem Nutzer ohne spürbare Nachteile Faktor 5 - 10 mal soviel
Musik zu Speichern wie bei un- oder gering komprimierten Formaten, und
diese Möglichkeit bleibt für alle Zeit verlockend.
Außerdem wage ich mal die kühne Behauptung, dass dank der an allen
Fronten tobenden "Loudness War" der allergrößte Teil der Consumer-Musik
so kaputt-geoptimodded ist, dass es auf die verlustfreie Speicherung gar
nicht mehr ankommt...

...zumal ich umfangreichen Selbstversuchen festgestellt habe, dass ich
ab 224 kbit zwischen wav und mp3 keinen Unterschied mehr wahrnehme - was
nicht heißen soll, dass es bei kritischem Material nicht doch mal
vorkommen könnte.

Gruß B.
Wolfgang Schwanke
2014-06-06 11:49:02 UTC
Permalink
Post by Bernhard Wohlgemuth
Außerdem wage ich mal die kühne Behauptung, dass dank der an allen
Fronten tobenden "Loudness War" der allergrößte Teil der
Consumer-Musik so kaputt-geoptimodded ist, dass es auf die
verlustfreie Speicherung gar nicht mehr ankommt...
Mal abgesehen davon dass die Leute zunehmend Musik an PC-Lautsprechern
oder gar über Mono-Quäk-Lautsprecher am Handy hören. Sowas wie ne
Stereoanlage kennen viele gar nicht mehr. Was wollen die mit Lossless?
Post by Bernhard Wohlgemuth
...zumal ich umfangreichen Selbstversuchen festgestellt habe, dass ich
ab 224 kbit zwischen wav und mp3 keinen Unterschied mehr wahrnehme -
was nicht heißen soll, dass es bei kritischem Material nicht doch mal
vorkommen könnte.
Auch nicht zu vergessen, dass ordentliche encodete MP3s haushoch allem
überlegen ist, was noch vor 20 Jahren als akzeptabel galt, insbesondere
analogen Home-Formaten.

Selbst ein gut encodetes 128k MP3 von einer sauber produzierten CD
genügt noch gehobenen Ansprüchen, wenn's auch nicht "perfekt" sein mag.
Aber diese Art der Perfektion braucht kaum jemand wirklich.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Holger Marzen
2014-06-06 13:53:45 UTC
Permalink
Post by Bernhard Wohlgemuth
...MP3
erlaubt dem Nutzer ohne spürbare Nachteile Faktor 5 - 10 mal soviel
Musik zu Speichern wie bei un- oder gering komprimierten Formaten, und
diese Möglichkeit bleibt für alle Zeit verlockend.
Außerdem wage ich mal die kühne Behauptung, dass dank der an allen
Fronten tobenden "Loudness War" der allergrößte Teil der Consumer-Musik
so kaputt-geoptimodded ist, dass es auf die verlustfreie Speicherung gar
nicht mehr ankommt...
...zumal ich umfangreichen Selbstversuchen festgestellt habe, dass ich
ab 224 kbit zwischen wav und mp3 keinen Unterschied mehr wahrnehme - was
nicht heißen soll, dass es bei kritischem Material nicht doch mal
vorkommen könnte.
Da ungefähr ist die Grenze, ja. Bei 192 hatte ich noch üble Artefakte
bei sparsam instrumentierter Musik mit tiefer Frauenstimme. Es klang wie
ein zerknittertes Tonband.
Wolfgang Schwanke
2014-06-06 14:39:33 UTC
Permalink
Post by Holger Marzen
Bei 192 hatte ich noch üble Artefakte
bei sparsam instrumentierter Musik mit tiefer Frauenstimme. Es klang wie
ein zerknittertes Tonband.
Da geht irgendwas anderes schief. Die Artefakte sind bei Bitraten von
192k extrem subtil bis nahezu unhörbar, sofern man einen guten Encoder
verwendet. Hörbare Knackser o.ä. definitiv nicht. Versuch mal lame mit
Option -h
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Holger Marzen
2014-06-06 16:31:07 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Holger Marzen
Bei 192 hatte ich noch üble Artefakte
bei sparsam instrumentierter Musik mit tiefer Frauenstimme. Es klang wie
ein zerknittertes Tonband.
Da geht irgendwas anderes schief. Die Artefakte sind bei Bitraten von
192k extrem subtil bis nahezu unhörbar, sofern man einen guten Encoder
verwendet. Hörbare Knackser o.ä. definitiv nicht. Versuch mal lame mit
Option -h
Diese Option habe ich in der Tat noch nicht ausprobiert. Ich bin bei mp3
aber mittlerweile von allen Bitraten unterhalb 320 weg. Die Ersparnis an
Platz und Downloadzeit ist für meine Anwendungsfälle nicht mehr wichtig.
Thomas Einzel
2014-06-06 15:02:08 UTC
Permalink
...
Post by Holger Marzen
Post by Bernhard Wohlgemuth
...zumal ich umfangreichen Selbstversuchen festgestellt habe, dass ich
ab 224 kbit zwischen wav und mp3 keinen Unterschied mehr wahrnehme - was
nicht heißen soll, dass es bei kritischem Material nicht doch mal
vorkommen könnte.
Da ungefähr ist die Grenze, ja. Bei 192 hatte ich noch üble Artefakte
bei sparsam instrumentierter Musik mit tiefer Frauenstimme. Es klang wie
ein zerknittertes Tonband.
Ich nenne es "mp3 zirpen".

Was man im Auto auf der mp3 CD nicht hört kann zu Hause über die "HiFi
Anlage" in 1/4 Konzertlautstärke eine akustische Folter sein.
--
Thomas
Volker Gringmuth
2014-06-07 06:22:46 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Was man im Auto auf der mp3 CD nicht hört kann zu Hause über die "HiFi
Anlage" in 1/4 Konzertlautstärke eine akustische Folter sein.
Das unterstützt den Trend zu furchtbar klingenden Billigstanlagen, da
klingt es dann auf einmal „gut“.


vG
Thomas Einzel
2014-06-07 09:56:10 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Thomas Einzel
Was man im Auto auf der mp3 CD nicht hört kann zu Hause über die "HiFi
Anlage" in 1/4 Konzertlautstärke eine akustische Folter sein.
Das unterstützt den Trend zu furchtbar klingenden Billigstanlagen, da
klingt es dann auf einmal „gut“.
Du meinst den Typ kreischender Schuhkarton?

Liegt IMO in den meisten Fällen primär an den Lautsprechern/Boxen, die
kann man dann füttern mit was man will, da kommt nur Mift[tm] dabei raus.

Geht aber auch anders, ich habe z.B. solche Schuhkarton-Dinger wie
Sangean WFR20 und Denon S-32, da ist flac im Vergleich zu 128k mp3 auch
noch als besser identifizierbar. Beim Weckradio (IPio mini) nicht mehr.

Teenager hören oft mit ihren Händie und dessen Lautsprecherchen Musik.
Ich rate wenn es Android ist zu ogg vorbis mit 50k, kann auch aus mp3
reencodiert sein, reicht.
--
Thomas
Ralph Aichinger
2014-06-07 10:12:12 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Du meinst den Typ kreischender Schuhkarton?
Liegt IMO in den meisten Fällen primär an den Lautsprechern/Boxen, die
kann man dann füttern mit was man will, da kommt nur Mift[tm] dabei raus.
ACK! Sehr oft eine Kombination aus scheppernden Höhen (Plastikdekoration
auf den Boxen) und Anhebung der unteren Mitten, um "Wow die haben ja
Bass"-Gefühl (bei 150 Hz oder so, für Leute die keinen echten Bass kennen)
zu erreichen.

Eine Bekannte hat eine Sony-Kompaktanlage (und die war vermutlich nicht
*soo* billig, 100-200 Euro gibt man dafür vermutlich auch aus, die so
abgestimmt ist, das ist einfach nur grauenvoll. Löst bei mir fast
körperliche Reaktionen wegen dieses klebrig-süßen "Pseudobaß" aus.

IMHO eine der schlimmsten Klangabstimmungen die es gibt. Ein ehrlicher
Breitbandlautsprecher in Mono ist mir da lieber.

/ralph
Thomas Einzel
2014-06-07 12:03:40 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Thomas Einzel
Du meinst den Typ kreischender Schuhkarton?
Liegt IMO in den meisten Fällen primär an den Lautsprechern/Boxen, die
kann man dann füttern mit was man will, da kommt nur Mift[tm] dabei raus.
ACK! Sehr oft eine Kombination aus scheppernden Höhen (Plastikdekoration
auf den Boxen) und Anhebung der unteren Mitten, um "Wow die haben ja
Bass"-Gefühl (bei 150 Hz oder so, für Leute die keinen echten Bass kennen)
zu erreichen.
Eine Bekannte hat eine Sony-Kompaktanlage (und die war vermutlich nicht
*soo* billig, 100-200 Euro gibt man dafür vermutlich auch aus, die so
abgestimmt ist, das ist einfach nur grauenvoll. Löst bei mir fast
körperliche Reaktionen wegen dieses klebrig-süßen "Pseudobaß" aus.
Vermutlich etwas was ansatzweise eine Baßreflexbox sein soll. Da gab es
auch schon seit grauer Vorzeit selten verwendbares, aber oft bestenfalls
"wumm, wumm", schlimmstenfalls... - du schriebst schon darüber.
Post by Ralph Aichinger
IMHO eine der schlimmsten Klangabstimmungen die es gibt. Ein ehrlicher
Breitbandlautsprecher in Mono ist mir da lieber.
Damit da auch unterhalb von 300Hz noch etwas ertragbares herauskommt
muss der aber entweder in eine sehr große Schallwand oder in eine
Kompaktbox passender Größe.
--
Thomas
Ralph Aichinger
2014-06-07 12:27:31 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Damit da auch unterhalb von 300Hz noch etwas ertragbares herauskommt
muss der aber entweder in eine sehr große Schallwand oder in eine
Kompaktbox passender Größe.
Ich hab gemeint: Da ist mir selbst Kofferradioklang von irgendeinem
besseren 60er-Jahre-Radio lieber, lieber unter 200Hz nichts relevantes
mehr (und über 8kHz auch nicht), als diese künstlichen "Bass"aufdickungen,
scheppernden Plastikteile (und oft auch noch durch künstliche Überhöhung zum
Zischeln gebrachten Hochtöner).

/ralph
Volker Gringmuth
2014-06-07 14:21:22 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
IMHO eine der schlimmsten Klangabstimmungen die es gibt. Ein ehrlicher
Breitbandlautsprecher in Mono ist mir da lieber.
Soll das heißen, ein Breitbänder klingt für dich auch nicht schön, aber
immer noch eine Stufe besser als das?

Dann komm mal vorbei und hör dir meine Picolinos an :-)


v"Nie wieder Mehrwegeboxen"G
Thomas Einzel
2014-06-07 17:19:38 UTC
Permalink
Am 07.06.2014 16:21, schrieb Volker Gringmuth:
...
Post by Volker Gringmuth
Soll das heißen, ein Breitbänder klingt für dich auch nicht schön, aber
immer noch eine Stufe besser als das?
Dann komm mal vorbei und hör dir meine Picolinos an :-)
...
Post by Volker Gringmuth
v"Nie wieder Mehrwegeboxen"G
Sind da diese/solche mit gemeint?
http://www.lautsprechershop.de/hifi/picolino2.htm

Bass-Schacht?
--
Thomas
Volker Gringmuth
2014-06-08 04:05:03 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Sind da diese/solche mit gemeint?
http://www.lautsprechershop.de/hifi/picolino2.htm
Yepp.

Die kleinen Chassis können natürlich eines nicht: richtig laut. Aber bis
gut über Zimmerlautstärke kommen sie schon. Und wenn ich Nightwish mit
Konzertpegeln hören will, geh ich ins Konzert.

Bei Schalldruckpegeln, bei denen man sich noch unterhalten kann, arbeiten
die Kleinen absolut genial, sauber, trocken und in der räumlichen Abbildung
irrsinnig präzise. Je kleiner die Combo, desto besser. Macht bei Jazz echt
Spaß, sich das anzuhören.
Post by Thomas Einzel
Bass-Schacht?
:-) Transmissionline, guckst du Wikipedia. Ich hab damals extra einen
Minilyser aus der 4ma mitgebracht, um sie nachzumessen: Linear bis 50 Hz
runter, dort fallen sie 3 dB ab, wie vom Entwickler angegeben. (Zugegeben,
in meinem Wohnzimmer gemessen, nicht im Meßraum mangels eines solchen.)


vG
Thomas Einzel
2014-06-08 19:09:33 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Thomas Einzel
Sind da diese/solche mit gemeint?
http://www.lautsprechershop.de/hifi/picolino2.htm
Yepp.
Die kleinen Chassis können natürlich eines nicht: richtig laut. Aber bis
gut über Zimmerlautstärke kommen sie schon.
Gibt ja neben den Innenleben als Set sogar mehrere Gehäusebauseätze
(leider keines mit Furnier, oder?) im Netz, recht interessant.
...
Post by Volker Gringmuth
Bei Schalldruckpegeln, bei denen man sich noch unterhalten kann, arbeiten
die Kleinen absolut genial, sauber, trocken und in der räumlichen Abbildung
irrsinnig präzise.
Ich überlege wo die bei mir hin könnten, bisher aber noch kein Ergebnis ;-/
...
Post by Volker Gringmuth
Post by Thomas Einzel
Bass-Schacht?
:-) Transmissionline, guckst du Wikipedia.
Habe ich vorher, ist das nicht Baß-Schacht?
Post by Volker Gringmuth
Ich hab damals extra einen
Minilyser aus der 4ma mitgebracht, um sie nachzumessen: Linear bis 50 Hz
runter, dort fallen sie 3 dB ab, wie vom Entwickler angegeben. (Zugegeben,
in meinem Wohnzimmer gemessen, nicht im Meßraum mangels eines solchen.)
ok, danke
--
Thomas
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-09 14:01:49 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Dann komm mal vorbei und hör dir meine Picolinos an :-)
Bringen's die wirklich so sehr? Ehrlich gemeinte Frage!

Ich bin nämlich schon seit -zig(SIC!) Jahren auf der Suche nach
(freilich bezahlbaren) Boxen, bei denen man wirklich Stereo hört.
Sprich: Instrumente und Stimmen im Raum verteilt, statt an den
Boxen "klebend".

Rein klanglich sind immer noch meine ollen Canton Karat 60 unschlagbar,
schaffen aber nahezu keine räumliche Auflösung. Der Ausflug in die
aktive Nahfeldmonitorwelt¹) brachte schon etwas Besserung, ist aber
immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Der Griff zu bezahlbaren d'Appolitos
(Swans D2000F) war dagegen ein Griff ins Klo.

Vielleicht kennt ja einer von euch die Phasentestsignale auf den
Philips Hitech CDs. Dort heisst es sinngemäß "Sie hören meine Stimme
jetzt aus der Mitte zwischen den beiden Lautsprechern. Mit vollem
Volumen und ausgeprägtem Tiefenanteil. Ihre Lautsprecher sind somit
in Phase und korrekt angeschlossen".

Denkste!

Ich höre zwar Unterschiede zu "Sie hören meine Stimme nun in Gegenphase,
also nicht exakt zwischen den Lautsprechern ortbar, sondern diffus aus
dem Raum mit deutlich schwächerem Tiefenanteil", könnte aber weder
sagen, was davon besser/schlechter klänge, noch etwa eine Stimme aus dem
Raum hören. Beides "klebt" so ziemlich an den Boxen.

Bevor ich nun mit meinen unegalen Fingern etwas mehr schlecht als recht
selbst zusammenschreinere oder gar zum Beispiel Dir (oder einem anderen
"auch für Dritte"-Bastler) ein paar mehr Euronen in den Rachen werfe, um
sie fertig zu bekommen: Bringen's die wirklich so sehr? Ehrlich gemeinte
Frage!

CU!
Ulrich
__________
¹) ESI nEar 05. Schon recht gut, aber nicht besonders bassstark.
ESI Aktiv 08. Bass für mich ausreichend vorhanden; mir reicht's,
Musik zu hören, fühlen brauche ich sie nicht #-) Allerdings
leidet die Räumlichkeit. Ich hätte wohl eher die 5er durch einen
Sub ergänzen sollen. ABer das ist eien andere Baustelle.
Volker Gringmuth
2014-06-09 17:08:12 UTC
Permalink
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Volker Gringmuth
Dann komm mal vorbei und hör dir meine Picolinos an :-)
Bringen's die wirklich so sehr? Ehrlich gemeinte Frage!
Für mich: Ja. Sie zeichnen auch sehr schön die Tiefe, also vorn–hinten. Ich
habe hier eine Aufnahme von einer Jam-Session, etwas Fusion-mäßig, da sitzt
die Gitarre vorn zwischen den Boxen, die Percussions dagegen stehen
wahrnehmungstechnisch schon fast draußen in der Einfahrt.

Ich persönlich schiebe das auf die hohe Impulstreue der kleinen
Chassis-chen, deren bewegte Masse von Null praktisch nicht zu unterscheiden
ist.

Man muß bei den Picolinos allerdings wissen, daß sie um so schöner klingen,
je leiser man sie spielen läßt – sonst drängen sich die Intermodulationen in
den Vordergrund (d.h. Frequenzmodulation der Höhen mit den Tiefen durch den
Dopplereffekt der Membran).

Für kleine Combos, Jazz, Folk sind sie klasse. Klänge wie Orgel, Orchester
oder Metal sind ihnen schon etwas zu komplex, da spielen sie zwar auch nicht
schlecht, aber zeigen nicht mehr diese frappierende Räumlichkeit.

Wenn du einen Bausatz bestellst, denk auch an Dämpfungsmaterial, das muß
man in der Regel extra dazu bestellen :-) und ohne sorgfältige Innendämpfung
klingen die Picolinos nur eines, nämlich hochgradig scheiße (stehende
Querwellen in der TML).


vG
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-10 07:24:19 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Volker Gringmuth
Dann komm mal vorbei und hör dir meine Picolinos an :-)
Bringen's die wirklich so sehr? Ehrlich gemeinte Frage!
Für mich: Ja. Sie zeichnen auch sehr schön die Tiefe, also vorn–hinten. Ich
habe hier eine Aufnahme von einer Jam-Session, etwas Fusion-mäßig, da sitzt
die Gitarre vorn zwischen den Boxen, die Percussions dagegen stehen
wahrnehmungstechnisch schon fast draußen in der Einfahrt.
Von sowas kann ich hier nur träumen. Die Frage ist nur: Machen das
wirklich die Boxen oder hast Du Glück und ich Pech mit dem Hörraum?
Inzwischen zweien. Die Canton Karat 60 standen zunächst hier in 12m²,
jetzt in ca 25m². Hier stehen jetzt Canton GL260. Im 25m²-Raum die
großen Kanton und die kleinen Aktivboxen. Allen ist gemein, daß ich
die Boxen, aber nicht die Stimmen/Instrumente orten kann.

Außer, es wurde aufnahmetechnisch manipuliert. Chris Rea hört man auf
"Auberge" tatsächlich durchs Wohnzimmer laufen. Habe leider vergessen,
wie die Technik heißt.

Die Zulieferquelle möchte ich dabei auch ausschließen. Es ist FLAC, es
waren mal CDs direkt ab Marantz CD57SE. Der Verstärker ist entweder ein
Pioneer A656 oder der jeweilige in den Aktivboxen.
Post by Volker Gringmuth
Man muß bei den Picolinos allerdings wissen, daß sie um so schöner klingen,
je leiser man sie spielen läßt – sonst drängen sich die Intermodulationen in
den Vordergrund (d.h. Frequenzmodulation der Höhen mit den Tiefen durch den
Dopplereffekt der Membran).
"leise" ist relativ. Zumindest spielen sie hier genügend leise für eine
Mietwohnung.
Post by Volker Gringmuth
Für kleine Combos, Jazz, Folk sind sie klasse. Klänge wie Orgel, Orchester
oder Metal sind ihnen schon etwas zu komplex, da spielen sie zwar auch nicht
schlecht, aber zeigen nicht mehr diese frappierende Räumlichkeit.
Hier steht das zur Debatte, was sich (sehr) grob in Richtung "Prog"
bewegt.
Post by Volker Gringmuth
Wenn du einen Bausatz bestellst, denk auch an Dämpfungsmaterial, das muß
man in der Regel extra dazu bestellen :-) und ohne sorgfältige Innendämpfung
klingen die Picolinos nur eines, nämlich hochgradig scheiße (stehende
Querwellen in der TML).
Die Frage ist eher, ob sie das richtige Heilmittel bei den genannten
Symptomen darstellen. Ein Paar Edelschrott zu basteln oder gar in
Auftrag zu geben (Auf die Idee, die komerziell als Fertigboxen
anzubieten, scheint mir niemand gekommen zu sein), halte ich für
ökonomisch suboptimal.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 6 Monaten und 15 Tagen ist Weihnachten.
1OEK0 9JT0H K6TUO EGMSI KDWOD 1ENBL I69L1 JFKPE H2D7T
Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-11 14:30:49 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Wenn du einen Bausatz bestellst, denk auch an Dämpfungsmaterial, das muß
man in der Regel extra dazu bestellen :-)
Bei
<http://www.lautsprechershop.de/index_hifi_de.htm?http://www.lautsprechershop.de/hifi/picolino2.htm>
sollte ich alles nicht-hölzerne bekommen können.
Post by Volker Gringmuth
und ohne sorgfältige Innendämpfung
klingen die Picolinos nur eines, nämlich hochgradig scheiße (stehende
Querwellen in der TML).
Wenn ich bitte nochmal mit einer Frage dazu nerven dürfte, obwohl die
vorherige noch unbeantwortet im Raum steht?

Ich bin derweil als Gehäuselieferant auf Ebel Holztechnik gestoßen, die
haben sogar für mich doppelten Linkshänder fertig verleimte Leerboxen.
Angeboten haben die mir nun B-Ware:

<http://www.ebelholztechnik.de/shop/Sonderposten/Pico-Lino-2-schwarz-MDF-Gehaeuse-in-Klarlack-Paar-ohne-Lautsprec::2827.html>

Einziges Manko:

Die Chassis-Aussparung sei 0,5mm zuwenig tief ausgefräst. Damit würde
das Chassis nicht mehr bündig zur Schallwand sitzen, sondern läppische
0,5 mm vorstehen. Könnte ich Akustiker-Laie das ignorieren oder hätte
selbst das Bisschen drastische Auswirkungen auf den Klang?

CU!
Ulrich

P.S.: Warum braucht eine Box mit nur einem Chassis einklich ne
Frequenzweiche?
Volker Gringmuth
2014-06-11 16:25:27 UTC
Permalink
Post by Ulrich F. Heidenreich
Die Chassis-Aussparung sei 0,5mm zuwenig tief ausgefräst. Damit würde
das Chassis nicht mehr bündig zur Schallwand sitzen, sondern läppische
0,5 mm vorstehen. Könnte ich Akustiker-Laie das ignorieren
IMHO ja. Den entgegengesetzten Fall weniger.
Post by Ulrich F. Heidenreich
P.S.: Warum braucht eine Box mit nur einem Chassis einklich ne
Frequenzweiche?
Die heißt nur so, weil sie so aussieht, die weicht aber nichts. Das ist ein
kleines Saugfilter im Mittenbereich, ein Parallelschwingkreis mit parallelem
Widersteher. Ohne geht’s auch, die Box arbeitet dann aber nicht ganz so
linear.


vG
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-14 12:05:47 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Ulrich F. Heidenreich
Die Chassis-Aussparung sei 0,5mm zuwenig tief ausgefräst. Damit würde
das Chassis nicht mehr bündig zur Schallwand sitzen, sondern läppische
0,5 mm vorstehen. Könnte ich Akustiker-Laie das ignorieren
IMHO ja. Den entgegengesetzten Fall weniger.
Bald hätte ich Dir getraut, aber wohl den Windschief-Selbstbau-Teufel
mit dem "eine Fertigbox ist so ziemlich zu"-Brezelbub ausgetrieben.

Ich saß schon vorm Strassacker-Onlineshop, und grübelte, ob da die
goldene Mitte mit "statt Nadelfilz das selbstklebende Damping 10"
sinnvoll wäre, weil idiotensicherer zu verkleben. Und dann fielen mir
die "Wie bekomme ich die Dämmung in eine Fertigbox gepfriemelt?"-
Schuppen aus den Haaren.

Baut denn wirklich niemand fertige Picolinos?

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 6 Monaten und 11 Tagen ist Weihnachten.
LOHIZ 8HKAI 99XOY L5NMX 16D2N IIBQ2 T458F ALGXP TV1LL
Stellt euch vor, es ist Samstag und keiner geht hin!
Volker Gringmuth
2014-06-23 14:43:17 UTC
Permalink
Post by Ulrich F. Heidenreich
Ich saß schon vorm Strassacker-Onlineshop, und grübelte, ob da die
goldene Mitte mit "statt Nadelfilz das selbstklebende Damping 10"
sinnvoll wäre, weil idiotensicherer zu verkleben. Und dann fielen mir
die "Wie bekomme ich die Dämmung in eine Fertigbox gepfriemelt?"-
Schuppen aus den Haaren.
Deshalb hab ich bei meinen Picolinos erst mal eine Seitenwand offen
gelassen und diese hinterher draufgeleimt :-)

War ybrinx auch ein Selbstbausatz von Ebel Holztechnik. Aber Schichtholz,
das sieht viel schöner aus.


vG
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-23 15:07:50 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Ulrich F. Heidenreich
Ich saß schon vorm Strassacker-Onlineshop, und grübelte, ob da die
goldene Mitte mit "statt Nadelfilz das selbstklebende Damping 10"
sinnvoll wäre, weil idiotensicherer zu verkleben. Und dann fielen mir
die "Wie bekomme ich die Dämmung in eine Fertigbox gepfriemelt?"-
Schuppen aus den Haaren.
Deshalb hab ich bei meinen Picolinos erst mal eine Seitenwand offen
gelassen und diese hinterher draufgeleimt :-)
War ybrinx auch ein Selbstbausatz von Ebel Holztechnik.
Soifz. Meine beiden linken Hände. Ob man vielleicht Ebel um eine
Fertigbox bitten könnte, bei der eben genau die eine Seitenwand
noch nicht verleimt ist?
Post by Volker Gringmuth
Aber Schichtholz, das sieht viel schöner aus.
Müsste man nicht alle außer der
<http://www.ebelholztechnik.de/shop/HiFi/Hobby-Hifi/Pico-Lino-2-schwarz-MDF-Gehaeuse-in-Klarlack-Paar-ohne-Lautsprec::2819.html>
eh nicht noch selbstlackieren? Wobei dann wieder mal linke (diesmal
Maler-) Hände zuschlügen.

Soifz². Wenn ich denn wüsste, ob die Dinger mir endlich ein bisher
vermisstes Stereo-Erlebnis böten, wäre ich (im vertretbarem Rahmen¹)
durchaus geneigt, etwas mehr Geld auf die Ladentheke zu legen.

CU!
Ulrich
________
¹) Neulich beim örtlichen Pawlak Hifi-Voodo-Shop doch glatt ein Paar
Hig-End-Cinch-Stecker für läppische 300€ im Schaufenster liegen
gesehen habend …
Volker Gringmuth
2014-06-23 15:30:05 UTC
Permalink
Post by Ulrich F. Heidenreich
¹) Neulich beim örtlichen Pawlak Hifi-Voodo-Shop doch glatt ein Paar
Hig-End-Cinch-Stecker für läppische 300€ im Schaufenster liegen
gesehen habend …
Wenn die High-Ender nur ahnten, welche tatsächliche Klangverbesserung ein
Umstieg auf symmetrische Signalübertragung mit XLR-Steckern à 4,50 € und
dazwischen ein handelsübliches Mikrofonkabel für 1,50/m brächte.



vG
Andreas Dehmel
2014-06-23 17:58:40 UTC
Permalink
On Mon, 23 Jun 2014 17:30:05 +0200
Post by Volker Gringmuth
Post by Ulrich F. Heidenreich
¹) Neulich beim örtlichen Pawlak Hifi-Voodo-Shop doch glatt ein Paar
Hig-End-Cinch-Stecker für läppische 300€ im Schaufenster liegen
gesehen habend …
Wenn die High-Ender nur ahnten, welche tatsächliche Klangverbesserung
ein Umstieg auf symmetrische Signalübertragung mit XLR-Steckern à
4,50 € und dazwischen ein handelsübliches Mikrofonkabel für 1,50/m
brächte.
Im richtigen HighEnd-Bereich ist symmetrische Verkabelung gar nicht so
selten, Tendenz steigend -- sicher noch verbesserungsfähig, aber
speziell Vor-/Endstufen aus dem gehobenen Segment haben oft XLR-Anschlüsse.
Es ist in erster Linie das ganze Consumer-Geraffel, das komplett
single-ended läuft.



Andreas
--
Dr. Andreas Dehmel Ceterum censeo
FLIPME(ed.enilno-***@nouqraz) Microsoft esse delendam
http://www.zarquon.homepage.t-online.de (Cato the Much Younger)
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-24 07:03:13 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
¹) Neulich beim örtlichen Pawlak Hifi-Voodoo-Shop doch glatt ein Paar
Hig-End-Cinch-Stecker für läppische 300€ im Schaufenster liegen
gesehen habend …
Wenn die High-Ender nur ahnten, welche tatsächliche Klangverbesserung ein
Umstieg auf symmetrische Signalübertragung mit XLR-Steckern à 4,50 € und
dazwischen ein handelsübliches Mikrofonkabel für 1,50/m brächte.
Viel zu billig. Kann nix taugen.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 6 Monaten und 1 Tag ist Weihnachten.
53FX6 733Z3 NUJBM AVICU 207EB 6C86W HF9UT 0CX0E ZBN0J
Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!
René Schuster
2014-06-25 06:59:52 UTC
Permalink
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Volker Gringmuth
¹) Neulich beim örtlichen Pawlak Hifi-Voodoo-Shop doch glatt ein Paar
Hig-End-Cinch-Stecker für läppische 300€ im Schaufenster liegen
gesehen habend …
Wenn die High-Ender nur ahnten, welche tatsächliche Klangverbesserung ein
Umstieg auf symmetrische Signalübertragung mit XLR-Steckern à 4,50 € und
dazwischen ein handelsübliches Mikrofonkabel für 1,50/m brächte.
Viel zu billig. Kann nix taugen.
Vor allem lässt sich da nix verdienen. Deswegen müssen es natürlich
vergoldete XLR-Stecker à 450 € und dazwischen ein sauerstoffarmes
Mikrofonkabel für 150/m sein.
--
rs
Volker Gringmuth
2014-06-25 17:34:15 UTC
Permalink
Post by René Schuster
vergoldete XLR-Stecker à 450 €
Da wäre aber auch das Gehäuse aus massivem Gold.
Der Neutrik NC3MXX-B mit vergoldeten Kontaktstiften kostet 5,70 €.


vG
René Schuster
2014-06-26 08:54:19 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by René Schuster
vergoldete XLR-Stecker à 450 €
Da wäre aber auch das Gehäuse aus massivem Gold.
Der Neutrik NC3MXX-B mit vergoldeten Kontaktstiften kostet 5,70 €.
Das ist ja der Einkaufspreis. Wenn Du da Verpackung und Marketing
dazurechnest bist Du locker auf 400. Bei einem VK von 450 brutto machst
Du da sogar noch Verlust. ;-)
--
rs
Volker Gringmuth
2014-06-27 04:31:34 UTC
Permalink
Wenn Du da Verpackung und Marketing dazurechnest bist Du locker auf
400.
Das stimmt natürlich. Plus Versand, die Stecker müssen schließlich einzeln
von weißblonden Jungfrauen¹ bei Vollmond auf einem unbeschatteten Weg auf
Zehenspitzen zum Einsatzort gebracht werden, um richtig zu klingen.
Bei einem VK von 450 brutto machst Du da sogar noch Verlust. ;-)
vG

¹ Das heißt in diesem Fall, daß die noch nie so einen Stecker getragen
haben dürfen. Was den Personalbedarf in ungeahnte Höhen treibt.
Thomas Einzel
2014-06-23 16:16:00 UTC
Permalink
Post by Volker Gringmuth
Post by Ulrich F. Heidenreich
Ich saß schon vorm Strassacker-Onlineshop, und grübelte, ob da die
goldene Mitte mit "statt Nadelfilz das selbstklebende Damping 10"
sinnvoll wäre, weil idiotensicherer zu verkleben. Und dann fielen mir
die "Wie bekomme ich die Dämmung in eine Fertigbox gepfriemelt?"-
Schuppen aus den Haaren.
Deshalb hab ich bei meinen Picolinos erst mal eine Seitenwand offen
gelassen und diese hinterher draufgeleimt :-)
War ybrinx auch ein Selbstbausatz von Ebel Holztechnik. Aber Schichtholz,
das sieht viel schöner aus.
Ernst gemeinte Frage: unbehandelt/geölt/lasiert/gelackt oder farblich
behandelt?
--
Thomas
Volker Gringmuth
2014-06-23 16:58:16 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Ernst gemeinte Frage: unbehandelt/geölt/lasiert/gelackt oder farblich
behandelt?
Da ich in dieser Hinsicht anspruchslos und faul bin, hängen sie unbehandelt
rum. Lackiert oder geölt wäre sicher schöner.


vG
Thomas Einzel
2014-06-06 14:48:35 UTC
Permalink
Am 06.06.2014 13:36, schrieb Bernhard Wohlgemuth:
...
Post by Bernhard Wohlgemuth
...zumal ich umfangreichen Selbstversuchen festgestellt habe, dass ich
ab 224 kbit zwischen wav und mp3 keinen Unterschied mehr wahrnehme - was
nicht heißen soll, dass es bei kritischem Material nicht doch mal
vorkommen könnte.
Letzteres kann sein, aber ein mich deutlich wichtigere Punkt ist, dass
man von einem "lossless codec" verlustfrei zu einem anderen lossless
codec umwandeln kann - bei Bedarf auch ohne weitere Verluste immer
wieder. Natürlich kann man aus seiner lossless codiertem Musikarchiv
auch niedriger komprimierte Kopien ziehen, für Handy, mobiler Player,
Auto-mp3-CD usw.

Letzteres geht mit einem mp3 Archiv nicht ohne größere
Qualitätsverluste, "reencoding" schafft leicht hörbare Artefakte, man
muss die Titel exakt so speichern und auch auf jedem mobilen Gerät so
weiter verwedenden wie man ihn gekauft hat, z.B. in hoher 320k mp3
Qualität. Für das Smartphone spare ich lieber Platz, ogg vorbis mit gut
100k reicht mir da - im gleichen Speicherplatz hätte ich mit 320k mp3
nur 1/3 der Musik untergebracht - Platz im Smartphone ist immer so eine
Sache,

Auf dem heimischen Server stören mich die aktuell ca. 200GB für das
Musikarchiv hingegen nicht.


also noch mal meine 3 wichtigen Gründe für einen lossless codec:

1) man kann verlustfrei zu einem anderen lossless codec wandeln

2) man kann ohne zusätzliche Umkomprimierungs-Artefakte für jeden
Verwendungszweck angepasste temporäre Kopien mit verlustbehafteten
Codecs erstellen (in dessen "nativer" Qualität)

3) es ist eine 1:1 wiederherstellbare Kopie der digitalen Audiovorlage
--
Thomas
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-07 06:38:29 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
1) man kann verlustfrei zu einem anderen lossless codec wandeln
Darum:

1) gibt's hier noch alle LPs, (Reel-to-Reel- und CC-) Tapes und CDs

2) liegen die WAVs, die beim Digitalisieren von LPs und Tapes entstanden
sind, auf einer Festplatte im Schrank - da waren Gedanken zum Platz
sparen bisher noch nicht nötig.
Post by Thomas Einzel
2) man kann ohne zusätzliche Umkomprimierungs-Artefakte für jeden
Verwendungszweck angepasste temporäre Kopien mit verlustbehafteten
Codecs erstellen (in dessen "nativer" Qualität)
3) Liegt auf dem NAS für den bequemen Alltags-Gebrauch alles in mp3:
Unverändert, wenn so gekauft oder mit 224k codiert, wenn selbst gemacht.
Die reichen für alle hier vorkommenden Anwendungsfälle aus, ohne dass
weitere Zwischenschritte notwendig werden.
Post by Thomas Einzel
3) es ist eine 1:1 wiederherstellbare Kopie der digitalen Audiovorlage
Siehe Punkt 1) und 2)...

Gruß B.
Wolfgang Schwanke
2014-06-07 07:12:27 UTC
Permalink
Post by Bernhard Wohlgemuth
1) gibt's hier noch alle LPs, (Reel-to-Reel- und CC-) Tapes und CDs
2) liegen die WAVs, die beim Digitalisieren von LPs und Tapes entstanden
sind, auf einer Festplatte im Schrank - da waren Gedanken zum Platz
sparen bisher noch nicht nötig.
Du hast wirklich alle deine Vinylplatten und Analog-Bänder
digitalisiert? Wieviele hast du denn? Ich hätte dafür nicht die Zeit &
Muße. Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert. Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Holger Marzen
2014-06-07 07:24:15 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernhard Wohlgemuth
1) gibt's hier noch alle LPs, (Reel-to-Reel- und CC-) Tapes und CDs
2) liegen die WAVs, die beim Digitalisieren von LPs und Tapes entstanden
sind, auf einer Festplatte im Schrank - da waren Gedanken zum Platz
sparen bisher noch nicht nötig.
Du hast wirklich alle deine Vinylplatten und Analog-Bänder
digitalisiert? Wieviele hast du denn? Ich hätte dafür nicht die Zeit &
Muße. Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert. Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
Das spart natürlich Arbeit vor allem mit den Aufnahmen, die man sich
später nie mehr anhört.

Allerdings wiegt bei mir der Komfortgedanke sehr stark. Ich will nicht
mehr mit CDs, LPs und Cassetten hantieren. So ganz sicher war ich mir
vor ca. 3 Jahren nicht, als ich mir "zur Sicherheit" noch ein Tape Deck
gekauft habe, weil das alte kaputt war. Und einen Plattenspieler haben
wir auch noch. Aber das sind Staubfänger, die nur zur Beruhigung dienen.

Insofern fahre ich beide Strategien: Ich nutze seit Jahren keine alten
Abspielgeräte mehr, halte sie aber vor.
Ulrich F. Heidenreich
2014-06-07 09:21:07 UTC
Permalink
Post by Holger Marzen
Insofern fahre ich beide Strategien: Ich nutze seit Jahren keine alten
Abspielgeräte mehr, halte sie aber vor.
Beim Cassettendeck wäre ich vorsichtig. Ich habe neulich mal ein
wirklich altes Realistic (Ja: Tandy Hausmarke, als die Läden noch
existierten) wieder ausm Schrank geholt. Der Riemen war förmlich
zerflossen. Weichlakritz.

Beim Dual-Plattendreher vom Flohmarkt hat es zum Glück nicht den
Riemen erwischt, aber den Steuerpimpel. Kein großer Verlust, denn
als Halbautomat mit Endabschaltung tut er's auch ohne diesen Nippel.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 6 Monaten und 18 Tagen ist Weihnachten.
YN3XK ZU7LJ 2MD5J ZLVBT SBAFJ SNX85 H0DGU 721VE 1YOKC
Stellt euch vor, es ist Samstag und keiner geht hin!
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-07 08:20:31 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Du hast wirklich alle deine Vinylplatten und Analog-Bänder
digitalisiert?
Nö, nur die, die ich mir auch wirklich immer mal anhöre.
Post by Wolfgang Schwanke
Wieviele hast du denn?
Soo viele sind es nun auch wieder nicht und wie oben geschrieben:
Digitalisiert habe ich nur eine Auswahl.
Post by Wolfgang Schwanke
Ich hätte dafür nicht die Zeit & Muße.
Och: Wenn ich die Muße habe, mir eine LP anzuhören, dann läuft einfach
der Audiorecorder (Olympus LS-5) am Tape-Ausgang mit - schon habe ich
eine digitalisierte Version. Die wird evtl. in Tracks aufgeteilt und
durch LAME geschickt und dann ist sie fertig fürs NAS...

Weitergehende Nachbearbeitung erspare ich mir meistens, weil mir die
typischen Fehler meiner altbekannten LP sonst fehlen würden... ;-)
Post by Wolfgang Schwanke
Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert. Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
Da gibt's zwei Probleme:

1) die Geräte im Keller altern - Treibriemen und Gummirollen werden
schlapp, steif oder spröde. Auch das Nadellager von Tonabnehmersystemen
verändert seine Eigenschaften. Wenn man die Geräte dann mal braucht,
sind sie oft nicht mehr funktionstüchtig.

2) man macht sich in der Regel nicht die Mühe, das Zeugs aus dem Keller
hervorzuholen, wenn man sich mal ein altes Schätzchen anhören möchte

Darum ist bei mir das Thema Spulentonband durch - was mir wichtig ist,
ist digitalisiert, der Rest hat's hinter sich. Aber im Hobbyzimmer gibt
es einen Plattenspieler (zum Glück gibt's ja auch wieder Tonabnehmer und
Nadeln zu kaufen) und ein Cassettendeck, die beide betriebsbereit sind.

Zusammen mit dem unter Zeit& Muße abgehandelten Aspekt ergibt sich von
selbst, dass die interessierenden Sachen digitalisiert werden - der Rest
wird halt nicht weggeworfen...

Gruß B.
Wolfgang Schwanke
2014-06-07 08:33:33 UTC
Permalink
Post by Bernhard Wohlgemuth
Post by Wolfgang Schwanke
Ich hätte dafür nicht die Zeit & Muße.
Och: Wenn ich die Muße habe, mir eine LP anzuhören, dann läuft einfach
der Audiorecorder (Olympus LS-5) am Tape-Ausgang mit - schon habe ich
eine digitalisierte Version. Die wird evtl. in Tracks aufgeteilt und
durch LAME geschickt und dann ist sie fertig fürs NAS...
Ja ich weiß natürlich wie das geht, aber nach meiner Rechnung lohnt es
die Mühe einfach nicht. Man min 2 - 3 Stunden pro LP (Beide Seiten
abspielen 40 Min, Tracks trennen 30 min, Cover scannen & bearbeiten 30
min, encoden ..). Je nachdem wieviel man sich für seine Freizeit an
"Stundenlohn" zubillig, ist das deutlich teurer als die CD vom Billig-
Tisch beim Mediamarkt neu kaufen - sofern es die dort gibt, was bei
alten Mainstream-Platten aber meistens der Fall ist. Meine Konklusion:
Lohnt nicht. Andererseits will ich die CD auch gar nicht neu kaufen,
denn ich hab schonmal für die LP bezahlt und bin mit dem Produkt immer
noch zufrieden. Also lass ich alles so wie es ist. :)
Post by Bernhard Wohlgemuth
Post by Wolfgang Schwanke
Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert. Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
Ja ich weiß, unproblematisch is gar nix. Aber mein gesamtes Tonarchiv
digitalisieren ist einfach keine Option, die Menge ist zu groß.
Post by Bernhard Wohlgemuth
2) man macht sich in der Regel nicht die Mühe, das Zeugs aus dem Keller
hervorzuholen, wenn man sich mal ein altes Schätzchen anhören möchte
Eines der Geräte ist natürlich in der Stereoanlage angeschlossen und
jederzeit verfügbar. Im Keller steht der Ersatz für wenn's kaputtgeht
und bei ebay gerade nix im Angebot ist. Ich will halt alles von einer
Marke und möglichst nicht die letzten Gurken, da muss man dann
vorsorgen. :)
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Reindl_Wolfgang
2014-06-07 15:30:45 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernhard Wohlgemuth
Ich hätte dafür nicht die Zeit& Muße.
Och: Wenn ich die Muße habe, mir eine LP anzuhören, dann läuft einfach
der Audiorecorder (Olympus LS-5) am Tape-Ausgang mit - schon habe ich
eine digitalisierte Version. Die wird evtl. in Tracks aufgeteilt und
durch LAME geschickt und dann ist sie fertig fürs NAS...
Ja ich weiß natürlich wie das geht, aber nach meiner Rechnung lohnt es
die Mühe einfach nicht. Man min 2 - 3 Stunden pro LP (Beide Seiten
abspielen 40 Min,
Die 40 min "brauchst" Du auch, wenn Du Dir die LP einfach nur anhören
willst, giltet also nicht.
Post by Wolfgang Schwanke
Tracks trennen 30 min,
ca. 2 min/ Track incl benamsen, und anschließend in iTunes noch die
restlichen Tags setzen
Post by Wolfgang Schwanke
Cover scannen& bearbeiten 30 min,
Mit einem A3-Scanner geht das ratzfatz, kann man ja nebenher eine LP
laufen lassen ;-)
Post by Wolfgang Schwanke
encoden ..).
Dabei brauch' ich dem Mac ja nicht zuzusehen ...
Post by Wolfgang Schwanke
Je nachdem wieviel man sich für seine Freizeit an
"Stundenlohn" zubillig, ist das deutlich teurer als die CD vom Billig-
Tisch beim Mediamarkt neu kaufen - sofern es die dort gibt, was bei
EBEN: WENN es sie dort gibt - und dann ist sie womöglich 'verloudnesswart'
Post by Wolfgang Schwanke
alten Mainstream-Platten aber meistens der Fall ist.
Ich hab' in der LP-Zeit seeeeehhr wenig "Mainstream" gehört.
ca. 80% vom Altbestand sind nicht auf CD verfügbar, was ich jetzt so
nachkaufe garnicht.
Post by Wolfgang Schwanke
Lohnt nicht. Andererseits will ich die CD auch gar nicht neu kaufen,
denn ich hab schonmal für die LP bezahlt und bin mit dem Produkt immer
noch zufrieden. Also lass ich alles so wie es ist. :)
Also jedesmal die LP polieren (kostet auch jedesmal ein paar min) vorm
abspielen (jedesmal 40 min!) ...
Nadel wird auch nicht besser im Lauf der Zeit.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Bernhard Wohlgemuth
Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert. Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
Ja ich weiß, unproblematisch is gar nix. Aber mein gesamtes Tonarchiv
digitalisieren ist einfach keine Option, die Menge ist zu groß.
Nicht in einem Aufwasch - da geht ein verregneter Urlaub drauf - sondern
nach und nach, wenn grad' Interesse besteht, was bestimmtes aus der
"guten alten Zeit" zu hören.

Zusätzlicher Vorteil ist IMHO, daß die alten Schätze damit in der
Datenbank erfaßt sind und so z.B. ein ganz bestimmter Titel sofort
auffindbar ist statt zu rätseln "von wem war das nochmal, auf welcher
LP..." und auf Mouseklick spielt dann je nach Wunsch entweder die
entsprechende LP oder nur der gesuchte Titel oder ...

Der 'digitale Wurlitzer' hat schon was für sich.

Wolfgang
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-08 06:34:03 UTC
Permalink
Post by Reindl_Wolfgang
EBEN: WENN es sie dort gibt - und dann ist sie womöglich 'verloudnesswart'
Du hast ja sowas von recht: Hier bei mir liegt "Love over gold" von den
Dire Straits als nachgekaufte CD - da hört sich die LP (und sogar eine
alte Dolby-C-Cassettenaufnahme dieser LP) besser an als die CD.
Post by Reindl_Wolfgang
Ich hab' in der LP-Zeit seeeeehhr wenig "Mainstream" gehört.
ca. 80% vom Altbestand sind nicht auf CD verfügbar, was ich jetzt so
nachkaufe garnicht.
Geht mir ganz ähnlich: Darum hab' ich zur bequemen Handhabung meine
"LP-Schätzchen" - also die, die ich immer wieder mal gerne anhöre -
digitalisiert, aber ohne jegliche "verbessernde" Nachbearbeitung.
Post by Reindl_Wolfgang
Also jedesmal die LP polieren (kostet auch jedesmal ein paar min) vorm
abspielen (jedesmal 40 min!) ...
Nadel wird auch nicht besser im Lauf der Zeit.
Genau! Die Gebrauchskopie läuft verschleißfrei und das Original ist
sorgfältig eingelagert...
Post by Reindl_Wolfgang
Nicht in einem Aufwasch - da geht ein verregneter Urlaub drauf - sondern
nach und nach, wenn grad' Interesse besteht, was bestimmtes aus der
"guten alten Zeit" zu hören.
Genau so mach' ich's heute noch - von einigen "Sessions", wenn mir mal
langweilig war, absehen...
Post by Reindl_Wolfgang
Der 'digitale Wurlitzer' hat schon was für sich.
Oh ja - bei mir ist das die "AudioStation" von Synology... ;-)

Gruß B.
Reindl_Wolfgang
2014-06-07 14:10:19 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Du hast wirklich alle deine Vinylplatten und Analog-Bänder
digitalisiert?
Nicht alle, aber so im ca. 14-Tagerhythmus werden es mehr.
Post by Wolfgang Schwanke
Wieviele hast du denn?
ca 350 LPs, Handvoll MCs die MCs sind einem Materialbedingten Verfall
ausgesetzt, die paar wenigen relevanten (die Musiker haben seinerzeit
keine LPs angeboten - Produktion zu teuer) sind auf Festplatte.
Post by Wolfgang Schwanke
Ich hätte dafür nicht die Zeit& Muße.
Ich digitalisiere meine LPs nicht einfach so, sondern lasse jeweis dann,
wenn ich mir sowieso eine auflege, den Wohnzimmer-Mac (auf dem auch
iTunes als Hauptanwendung läuft) per Audacity mithören.
Den Mitschnitt dann aufbereiten dauert pro Track nochmal ca. 2 min
(nachdem sich da eine gewisse Routine eingespielt hat).
- und ab damit in iTunes (als ALAC latürnich).

Die "wertvollen" Scheiben werden fürderhin geschont, die Nadel dito.
Die Scheiben wandern ins Archiv.

Ist dann auch ein deutlicher Comfortgewinn gegenüber dem Original und im
virtuellen Regal steht endlich zusammen, was zusammen gehört: CDs, MCs,
Singles und LPs von einem Interpreten, schön chronologisch sortiert und
nicht über 3 oder 4 reale Regale verteilt. Durchsuchbar nach Titeln etc.

Manche LPs, die ich schon fast vergessen hatte, sind inzwischen (lt.
iTunes Statisik) unter den am häufigsten abgespielten Alben.

Immerwieder kaufe ich auch LPs, die ich in den 1970er/80ern verpaßt habe
und die jetzt auf verschiedenen Internetplattformen auftauchen.
Da bin ich latürnich immer neugierig und lege die gleich auf, wenn sie
ankommen (und der Mac hört mit).
Post by Wolfgang Schwanke
Meine Philosophie ist: Es wird nix umkopiert, sondern für antike
Audio- und Videoformate werden funktionierende Abspielgeräte
konserviert.
Mein Dual 704 (BJ 1978) funktioniert noch - und zwar hoffentlich
möglichst lange (ist der letzte Überlebende der damals gekauften Anlage,
die Boxen haben inzwischen neue Chassis bekommen).
Fraglich ist doch auch, ob ich noch einen Verstärker mit Phono-Eingang
bekomme, wenn der derzeitige vor seinen Schöpfer tritt.
Post by Wolfgang Schwanke
Ich hab zu dem Behufe vom Gebrauchtmarkt inzwischen 4
VHS-Rekorder und 4 Kassettendecks im Keller.
... bei denen die Tonköpfe innerhalb und außerhalb der Toleranzen
jeweils unterschiedlich justiert sind.

MCs (und anderes Magnetbandmaterial) werden durchs Rumliegen definitiv
nicht besser -> ab damit auf die Festplatte, solange es noch geht, wenn
einem am Inhalt was liegt; sonst eh' egal.

Wolfgang
Wolfgang Schwanke
2014-06-08 08:29:17 UTC
Permalink
Post by Reindl_Wolfgang
Post by Wolfgang Schwanke
Wieviele hast du denn?
ca 350 LPs, Handvoll MCs die MCs sind einem Materialbedingten Verfall
ausgesetzt,
Ja siehste, ich hab ca. 800 Vinylplatten (davon ein Anteil Singles und
Maxi-Singles), 350 Kassetten und 150 VHS-Bänder. Das geht einfach
nicht.
Post by Reindl_Wolfgang
Mein Dual 704 (BJ 1978) funktioniert noch - und zwar hoffentlich
möglichst lange (ist der letzte Überlebende der damals gekauften
Anlage, die Boxen haben inzwischen neue Chassis bekommen).
Fraglich ist doch auch, ob ich noch einen Verstärker mit Phono-Eingang
bekomme, wenn der derzeitige vor seinen Schöpfer tritt.
Für Plattenspieler seh ich keine Nachschubprobleme (obwohl es ärgerlich
ist, dass der Technics 1210 nicht mehr hergestellt wird).
Hauptverstärker haben heutzutage fast durch die Bank zwar nur noch
Hochpegel-Eingänge, aber Phono-Vorverstärker gibt's als getrennte Geräte
weiterhin. Vielleicht liegt es daran, dass Vinyl weiterhin verkauft
wird. Ich befürchte derzeit eher dass sich das Tor bei VHS schließt.
Post by Reindl_Wolfgang
MCs (und anderes Magnetbandmaterial) werden durchs Rumliegen definitiv
nicht besser
Ich hab bisher keine großen Probleme außer selten mal Bandsalat bei VHS.
Post by Reindl_Wolfgang
-> ab damit auf die Festplatte, solange es noch geht,
Ist bei der Menge bei mir keine Option.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-08 08:52:38 UTC
Permalink
...150 VHS-Bänder.
...hab' ich vor einer Weile entsorgt.

Bei unserem Umzug 2007 habe ich den VHS-Recorder gar nicht erst wieder
aufgebaut und seither auch keine meiner VHS-Kassetten angefasst.

Vor einem halben Jahr traf mich über Nacht die Erkenntnis, dass - von
ganz wenigen Ausnahmen und Selbstgefilmtem abgesehen - nichts davon so
wichtig ist, dass ich es für mich oder die Nachwelt bewahren müsste
(zumal in der aus heutiger Sicht doch recht mäßigen VHS-Qualität).

Darauf habe ich mich leichten Herzens von fast allen VHS-Bändern
getrennt - die wenigen Aufnahmen, die mir wirklich wichtig waren, habe
ich in einigen Feierabend-Sitzungen digitalisiert.

Gruß B.
Reindl_Wolfgang
2014-06-08 09:28:33 UTC
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Post by Bernhard Wohlgemuth
...150 VHS-Bänder.
Bei mir sinds vermutlich sogar mehr, die ganzganzgroße Mehrheit davon
schlecht oder garnicht beschriftet.
Post by Bernhard Wohlgemuth
...hab' ich vor einer Weile entsorgt.
steht mir noch bevor
Post by Bernhard Wohlgemuth
Bei unserem Umzug 2007 habe ich den VHS-Recorder gar nicht erst wieder
aufgebaut und seither auch keine meiner VHS-Kassetten angefasst.
VHS-Maschine ist bei mir auch schon lange stillgelegt.
Post by Bernhard Wohlgemuth
Vor einem halben Jahr traf mich über Nacht die Erkenntnis, dass - von
ganz wenigen Ausnahmen und Selbstgefilmtem abgesehen - nichts davon so
wichtig ist, dass ich es für mich oder die Nachwelt bewahren müsste
(zumal in der aus heutiger Sicht doch recht mäßigen VHS-Qualität).
ACK
Post by Bernhard Wohlgemuth
Darauf habe ich mich leichten Herzens von fast allen VHS-Bändern
getrennt - die wenigen Aufnahmen, die mir wirklich wichtig waren, habe
ich in einigen Feierabend-Sitzungen digitalisiert.
Nachdem ich mir ¿05? einen HD/DVD-recorder zugelegt hatte hab' ich mal
in einer euphorischen Phase eine Handvoll VHS-Bänder auf Scheibe
transferiert, dabei ist es dann geblieben. Von ein paar
Konzertmitschnitten hab'ich die Tonspur auf CD kopiert - nicht zum
Anhören der "Sound".

Wolfgang
Wolfgang Schwanke
2014-06-08 09:33:29 UTC
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Post by Reindl_Wolfgang
...150 VHS-Bänder.
Bei mir sinds vermutlich sogar mehr, die ganzganzgroße Mehrheit davon
schlecht oder garnicht beschriftet.
Bei mir ist alles erfasst in einer Datenbank.
Post by Reindl_Wolfgang
Von ein paar
Konzertmitschnitten hab'ich die Tonspur auf CD kopiert - nicht zum
Anhören der "Sound".
Vielleicht liegt es an der konkreten Aufnahme. Der VHS-HiFi-Ton ist vom
System her ganz ordentlich. Oder war es eine Mono-Längsspur-Aufnahme?
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Reindl_Wolfgang
2014-06-08 09:54:37 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
...150 VHS-Bänder.
Bei mir sinds vermutlich sogar mehr, die ganzganzgroße Mehrheit davon
schlecht oder garnicht beschriftet.
Bei mir ist alles erfasst in einer Datenbank.
So systematisch bin ich nicht, war ich nie, werd' ich vermutlich auch
nimmer werden.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
Von ein paar
Konzertmitschnitten hab'ich die Tonspur auf CD kopiert - nicht zum
Anhören der "Sound".
Vielleicht liegt es an der konkreten Aufnahme ... Oder war es eine
Mono-Längsspur-Aufnahme?
Das trifft zu.

Wolfgang
Reindl_Wolfgang
2014-06-08 09:47:11 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
Post by Wolfgang Schwanke
Wieviele hast du denn?
ca 350 LPs, Handvoll MCs die MCs sind einem Materialbedingten Verfall
ausgesetzt,
Ja siehste, ich hab ca. 800 Vinylplatten (davon ein Anteil Singles und
Maxi-Singles), 350 Kassetten und 150 VHS-Bänder. Das geht einfach
nicht.
Wieso geht es nicht, jedesmal wenn man eines dieser Medien nutz, dieses
GLEICHZEITIG auf eine Festplatte zu transferieren? Versteh' ich nicht.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
Mein Dual 704 (BJ 1978) funktioniert noch - und zwar hoffentlich
möglichst lange (ist der letzte Überlebende der damals gekauften
Anlage, die Boxen haben inzwischen neue Chassis bekommen).
Fraglich ist doch auch, ob ich noch einen Verstärker mit Phono-Eingang
bekomme, wenn der derzeitige vor seinen Schöpfer tritt.
Für Plattenspieler seh ich keine Nachschubprobleme (obwohl es ärgerlich
ist, dass der Technics 1210 nicht mehr hergestellt wird).
Was heutzutage als Plattenspieler verkauft wird hätte im Zeitraum '75
bis '85 allenfalls als Mittelklasse gegolten. Oder es sind Kunstwerke,
die zu Liebhaberpreisen in der Größenordnung eines Kleinwagens
handgeschnitzt werden. "Gehobene Mittelklasse" wie mein 704 gibts nimmer
(wobei ich den Markt nicht wirklich beobachte, solange mein 704 noch
genau das tut, was ich von ihm erwarte: Vinyl abspielen.
Post by Wolfgang Schwanke
Hauptverstärker haben heutzutage fast durch die Bank zwar nur noch
Hochpegel-Eingänge, aber Phono-Vorverstärker gibt's als getrennte Geräte
weiterhin.
Jetzt hat mir der Wohnzimmer-Mac geholfen, Kastln und Kabeln drastisch
zu reduzieren, da ist doch jetzt Platz für ein neues Kastl meinst?
Post by Wolfgang Schwanke
Vielleicht liegt es daran, dass Vinyl weiterhin verkauft
wird. Ich befürchte derzeit eher dass sich das Tor bei VHS schließt.
Das VHS-Tor ist IMHO definitiv zu.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
MCs (und anderes Magnetbandmaterial) werden durchs Rumliegen definitiv
nicht besser
Ich hab bisher keine großen Probleme außer selten mal Bandsalat bei VHS.
Komisch, in der ganzen VHS-Zeit hatte ich keine Handvoll Bandsalate mit
billigsten überlangen Bändern (bei MCs schon mehr, besonders im Outo)
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
-> ab damit auf die Festplatte, solange es noch geht,
Ist bei der Menge bei mir keine Option.
Nochmal: was spricht dagegen, bei jeder allfälligen Nutzung die
Festplatte mitlaufen zu lassen?

Der Comfort-Gewinn ist immens, besonders wenn Tonträger in einem
"digitalen Wurlitzer" erfaßt sind.

Wolfgang
Wolfgang Schwanke
2014-06-08 09:56:59 UTC
Permalink
Post by Reindl_Wolfgang
Post by Wolfgang Schwanke
Ja siehste, ich hab ca. 800 Vinylplatten (davon ein Anteil Singles
und Maxi-Singles), 350 Kassetten und 150 VHS-Bänder. Das geht einfach
nicht.
Wieso geht es nicht, jedesmal wenn man eines dieser Medien nutz,
dieses GLEICHZEITIG auf eine Festplatte zu transferieren? Versteh' ich
nicht.
Das ginge, nur ist es nicht so dass ich die andauernd durchhöre. Es ist
ein Archiv, auf das ich punktuell gezielt zugreife. Das Projekt würde
nie beendet. Und dann lohnt es nicht.
Post by Reindl_Wolfgang
Post by Wolfgang Schwanke
Hauptverstärker haben heutzutage fast durch die Bank zwar nur noch
Hochpegel-Eingänge, aber Phono-Vorverstärker gibt's als getrennte
Geräte weiterhin.
Jetzt hat mir der Wohnzimmer-Mac geholfen, Kastln und Kabeln drastisch
zu reduzieren, da ist doch jetzt Platz für ein neues Kastl meinst?
Die Kästchen des Phono-Vorverstärkers ist sehr klein und verschwindet
hinter dem Hauptverstärker. Musst du eigentlich in jedem Posting
Apple-Produkte erwähnen? :)
Post by Reindl_Wolfgang
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Reindl_Wolfgang
-> ab damit auf die Festplatte, solange es noch geht,
Ist bei der Menge bei mir keine Option.
Nochmal: was spricht dagegen, bei jeder allfälligen Nutzung die
Festplatte mitlaufen zu lassen?
Weil das nie fertig würde, s.h. Ich müsste schon gezielt ein Projekt
beginnen, alles zu digitalisieren. Und das will ich nicht.
Post by Reindl_Wolfgang
Der Comfort-Gewinn ist immens, besonders wenn Tonträger in einem
"digitalen Wurlitzer" erfaßt sind.
Könnte ich mit dem Finger schnipsen und alles wäre digital, würde ich es
tun. Tatsächlich müsste ich aber immens Arbeit UND Geld reinstecken, und
der Aufwand lohnt den Nutzen nicht. Deswegen ist meine Entscheidung,
lieber einen Park an Abspielgeräten vorzuhalten. Der nahezu instanane
Zugriff ist über meine Datenbank gegeben. Ich finde jederzeit alles. Das
Raussuchen des Mediums ist keine große Mühe, im Übrigen tu ich das
gern.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Thomas Einzel
2014-06-07 09:47:32 UTC
Permalink
Post by Bernhard Wohlgemuth
Post by Thomas Einzel
1) man kann verlustfrei zu einem anderen lossless codec wandeln
1) gibt's hier noch alle LPs, (Reel-to-Reel- und CC-) Tapes und CDs
Ich nannte nur _meine_ Gründe, ich habe die meisten der Quellen auch
noch, gehe aber davon aus, dass Kassettendeck und Tonbandgerät nicht so
lange halten werden wie die laufend auf ext. Platten mitgesicherten flac
datein, der Plattenspieler wird dank Direktantrieb wahrshceinlich am
längsten halten.
Meine Gründe müssen auf andere nicht mal ansatzweise zutreffen - ich
habe die "meine Welt muss jedem dein Welt sein" Ansicht nicht.
Post by Bernhard Wohlgemuth
2) liegen die WAVs, die beim Digitalisieren von LPs und Tapes entstanden
sind, auf einer Festplatte im Schrank - da waren Gedanken zum Platz
sparen bisher noch nicht nötig.
Aus den flac Datein kann ich die wave prüfsummengenau wieder her
stellen. Ja hab ich am Anfang testweise ein paar mal gemacht.
Post by Bernhard Wohlgemuth
Post by Thomas Einzel
2) man kann ohne zusätzliche Umkomprimierungs-Artefakte für jeden
Verwendungszweck angepasste temporäre Kopien mit verlustbehafteten
Codecs erstellen (in dessen "nativer" Qualität)
Unverändert, wenn so gekauft oder mit 224k codiert, wenn selbst gemacht.
Die reichen für alle hier vorkommenden Anwendungsfälle aus, ohne dass
weitere Zwischenschritte notwendig werden.
2 unterschiedliche Anforderungen können 2 unterschiedliche Lösungen zur
Folge haben.

Ich fand es jetzt nicht so schlimm dass ich mal meine Beweggründe für
eine lossless codec (ich vergaß zu erwähnen dass es mir auch wichtig ist
dass dieser "frei" verfügbar ist) aufgezählt habe, ohne dass jemand
unbedingt versuchen muss, für alles "Gegenargumente" zu suchen - aber
ist ok, vielleicht können andere Leute aus deinem Konzept Vorteile ziehen.

Schönes Pfingstwochenende!
--
Thomas
Bernhard Wohlgemuth
2014-06-07 09:56:30 UTC
Permalink
Post by Thomas Einzel
Ich fand es jetzt nicht so schlimm dass ich mal meine Beweggründe für
eine lossless codec (ich vergaß zu erwähnen dass es mir auch wichtig ist
dass dieser "frei" verfügbar ist) aufgezählt habe,
Ich auch nicht...
Post by Thomas Einzel
ohne dass jemand
unbedingt versuchen muss, für alles "Gegenargumente" zu suchen
Darum ging's mir gar nicht...
Post by Thomas Einzel
- aber
ist ok, vielleicht können andere Leute aus deinem Konzept Vorteile ziehen.
...sondern eher darum.
Post by Thomas Einzel
Schönes Pfingstwochenende!
Danke, Dir auch!

Gruß B.
Erhard Schwenk
2014-06-06 11:48:35 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Erhard Schwenk
Es steht mehr Bandbreite, schnellere CPUs und massiv mehr
Speicher zur Verfügung als in den 1990ern.
Dadurch ist die
Notwendigkeit der Datenreduktion in vielen Fällen schlicht
weggefallen.
Das gilt nie.
Quatsch.
Post by Wolfgang Schwanke
Egal wie billig Speicherplatz und Bandbreite sind, sie bleiben trotzdem
begrenzt.
So what?

Hint: es geht nur in sehr seltenen Fällen um "so gut es geht".
Zuallerdmeist, insbesondere in einem professionellen Umfeld, geht es
immer nur um "gut genug". Besser als "gut genug" ist
Resourcenverschwendung, und Resourcen kosten eben auch Geld. Speicher
ist eine zunehmend billige Resource, Arbeitszeit hingegen eine sehr teure.
Post by Wolfgang Schwanke
Und es wird daher immer das Motiv zum Sparen geben.
Also sparen, koste es was es wolle?
Post by Wolfgang Schwanke
Verschwendung selbst "billiger" Ressourcen ist nie wünschenswert.
Hint: die knappste und teuerste Resource ist - jedenfalls hierzulande -
meistens die Zeit.

Übrigens wird Speicherplatz und Bandbreite auch heute schon nicht nur
nach oben hin teurer. Versuch z.B. mal, heute noch eine
funktionstüchtige 40MB MFM-Festplatte für ne alte CNC-Fräse aufzutreiben
- das Problem mußte $Kumpel letztens mal für nen Mittelständler lösen.
Für den Preis hätte er am Ende TB-weise SSDs kaufen können - aber ne
neue CNC-Fräse wär die Jungs halt nochmal Faktor 10 teurer gekommen.

Bei SD-Speicherkarten liegt die Untergrenze derzeit irgendwo um 2 GB -
alles, was noch kleiner ist, wird wieder massiv teurer und nicht mehr
aktiv vermarktet. Ungefähr alle zwei Jahre verdoppelt sich auch diese
Grenze.
Post by Wolfgang Schwanke
MP3 erlaubt dem Nutzer ohne spürbare Nachteile Faktor 5 - 10 mal soviel
Musik zu Speichern wie bei un- oder gering komprimierten Formaten,
Es ist völlig irrelevant, ob mein MP3-Player 50x oder 50000x so viel
Musik speichern kann, wie ich in meinem Leben noch anhören werde. Es ist
auch irrelevant, ob der Aufbau einer Webseite beim Anwender nun 0,1 oder
0,01 Sekunden dauert. Es ist ebenfalls völlig irrelevant, ob ich auf
meiner Consumer-NAS nun 500x oder 50000x das Weltrepertoire an Musik
ablegen kann.

Es ist aber nicht irrelevant, wenn ich Zeit damit verbringen muß,
Datenreduktion zu betreiben. Das wird ein rationeller Anwender nur so
lange tun, wie der dadurch erzielte Einspareffekt höher ist als der zu
betreibende Aufwand. Und die Grenze verschiebt sich bereits massiv.
Post by Wolfgang Schwanke
und diese Möglichkeit bleibt für alle Zeit verlockend.
Unwahrscheinlich.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Erhard Schwenk
Schau Dich mal um, wie viele Leute JPGs mit "100%" abspeichern.
Das ist immer noch lossy
Noe. 100%-JPegs sind _nicht_ lossy, wenn man mal vom Informationsverlust
durch die Quantisierung selbst absieht. Steht so sogar im Standard IIRC.
Post by Wolfgang Schwanke
und spart immer noch immerns Speicherplatz
gegenüber unkomprimiertem RGB.
Kompression != Reduktion. Doch auch die Kompression wird im Lauf der
Zeit uninteressanter.

Nimm z.B. Datennetze: zu den guten alten Modemzeiten wurde immens viel
Zeit und Geld in Kompressionsalgorithmen investiert, auch vom Endkunden,
der z.B. unbedingt ein "MNP5"-Modem haben wollte.

Heutzutage findet sowas eigentlich nur noch in Mobilfunk- und
Low-Bandwidth-Verbindungen weit draußen auf dem Land statt. Die
Datenströme im "normalen" Internet oder auf den DSL-Leitungen
komprimiert normalerweise niemand mehr - der Aufwand und die
einzukaufenden Nachteile (z.B. Latenzen) stehen einfach in keinem
Verhältnis zum Ertrag, und für die meisten Anwendungen reichen eben die
praktisch überall verfügbaren 2 MBit/s Downstream völlig aus.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Erhard Schwenk
MP3 wird praktisch nur noch in Consumer-Spielzeug und mobilen Geräten
verwendet.
Es wurde nie in was anderem verwendet.
Das stimmt so nicht. Es gab durchaus jede Menge professionelles
Aufnahme-Equipment, was MP3 schreiben konnte. Das wurde nicht unbedingt
für Musik oder Broadcast-Zwecke eingesetzt, aber es gibt noch andere
professionelle Aufgaben, z.B. Aufnahmen zu Protokollierungs- oder
Dokumentationszwecken oder auch Außenreportagen in schwer zugänglichem
Gebiet, wo man halt nicht so viel Speicherplatz zur Verfügung hatte.
Mittlerweile ist MP3 aus diesen Bereichen allerdings wieder komplett
verschwunden, denn es macht halt zusätzliche Arbeit und reduziert die
Qualität - und Speicherplatz und Bandbreite sind ausreichend groß
geworden, daß man den Aufwand nicht mehr betreibt.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Wolfgang Schwanke
2014-06-06 12:14:19 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Post by Wolfgang Schwanke
Egal wie billig Speicherplatz und Bandbreite sind, sie bleiben
trotzdem begrenzt.
So what?
D.h. man wird nie damit aasen wollen. Vorhersagen dass man in n Jahren
soviel Bandbreite/Plattenplatz haben wird, dass man sich die ganze
Komprimiererei sparen wird, gibt es schon seit Jahrzehnten, und sind
nie eingetreten und werden auch nicht in Zukunft eintreten.
Post by Erhard Schwenk
Noe. 100%-JPegs sind _nicht_ lossy,
Doch.
Post by Erhard Schwenk
Post by Wolfgang Schwanke
und spart immer noch immerns Speicherplatz
gegenüber unkomprimiertem RGB.
Kompression != Reduktion.
Ich weiß. 100% JPG sind datenreduziert.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Wolfgang Schwanke
2014-06-06 13:15:03 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Es ist völlig irrelevant, ob mein MP3-Player 50x oder 50000x so viel
Musik speichern kann, wie ich in meinem Leben noch anhören werde.
Nein ist es nicht, weil du den Speicherplatz nicht nur für Musik
benutzt, sondern für viele verschiedene Zwecke, von denen Musik nur
einer ist. Je weniger davon für Musik "verschwendet" wird, umso mehr
bleibt für anderes frei. Deshalb bleibt es für immer erstrebenswert,
Musik platzsparend zu speichern.

Vielleicht können Smartphones oder Wie-die-tollen-Multifunktions-
Alleskönner-dann-heißen-werden in ein paar Jahren 100 Terabyte
speichern, wer weiß. Natürlich wird niemand soviel Musik mit sich
rumschleppen wollen, egal in welchem Format. Falls diese riesigen
Kapazitäten wirklich auf uns zukommen, möchtest du diese Datenmenge
aber für irgendwelche anderen Killer-Anwendungen nutzen, die wir heute
noch nicht kennen - denn sonst hättest du diese Riesenmenge
Speicherplatz gar nicht erst gekauft -, und wirst froh seine wenn deine
Musik nicht mehr davon wegfrisst als unbedingt nötig.

Dass Speicherplatz IMMER knapp ist, egal in wie großen Mengen er zur
Verfügung ist, ist ein "Gesetz" das seit Beginn der IT so ehern gilt
wie Moore's Law. Der Grund dafür ist, dass der Speicherplatz-Hunger der
Nutzanwendungen genauso schnell anwächst wie die Preise fallen.
Post by Erhard Schwenk
Es ist aber nicht irrelevant, wenn ich Zeit damit verbringen muß,
Datenreduktion zu betreiben.
Zumindest derzeit ist der Flaschenhals der Speicherplatz, aber nicht
die CPU-Zyklen. Die Encoder rechnen hinreichend schnell.
--
Wollt ihr die totale Energiewende?

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Thomas Einzel
2014-06-06 14:58:39 UTC
Permalink
...
Post by Erhard Schwenk
Post by Wolfgang Schwanke
Das ist immer noch lossy
Noe. 100%-JPegs sind _nicht_ lossy, wenn man mal vom Informationsverlust
durch die Quantisierung selbst absieht. Steht so sogar im Standard IIRC.
...
Soll man deine Aussage so verstehen dass ein JPEG (.jpg) in 100%
Qualität die verlustfreie gespeicherte Version z.B. einer
Windows-Bitmap-Datei (.bmp) sein soll? Würdest du dir das noch mal
überlegen?

Vorsorglich: JPEG allgemein ist kein JPEG-LS und kein JPEG2000, keine
Ausreden bitte.
--
Thomas
Jan Heitkötter
2014-06-09 14:14:33 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Es ist aber nicht irrelevant, wenn ich Zeit damit verbringen muß,
Datenreduktion zu betreiben. Das wird ein rationeller Anwender nur so
lange tun, wie der dadurch erzielte Einspareffekt höher ist als der zu
betreibende Aufwand. Und die Grenze verschiebt sich bereits massiv.
Der Flaschenhals beim Rippen von Audio-CDs ist nicht die Datenreduktion,
also das Encoden, sondern das CD-Laufwerk, das die Daten nicht schnell
genug liefern kann. Durch Aktivierung einer Datenreduktion entsteht also
kein Mehraufwand i.S.v. "mehr Zeit".

Jan
Erhard Schwenk
2014-06-10 18:13:43 UTC
Permalink
Post by Jan Heitkötter
Post by Erhard Schwenk
Es ist aber nicht irrelevant, wenn ich Zeit damit verbringen muß,
Datenreduktion zu betreiben. Das wird ein rationeller Anwender nur so
lange tun, wie der dadurch erzielte Einspareffekt höher ist als der zu
betreibende Aufwand. Und die Grenze verschiebt sich bereits massiv.
Der Flaschenhals beim Rippen von Audio-CDs ist nicht die Datenreduktion,
also das Encoden, sondern das CD-Laufwerk, das die Daten nicht schnell
genug liefern kann. Durch Aktivierung einer Datenreduktion entsteht also
kein Mehraufwand i.S.v. "mehr Zeit".
Natürlich tut er das - erstens kostet das Aktivieren an sich Zeit,
zweitens das Nachdenken über evtl. Parameter und drittens der Ärger über
Programmierfehler in dem zusätzlichen Codepfad, der da durchlaufen
werden muß. Alles nicht viel, aber mehr als nix - und natürlich werden
auch die Hersteller sich das Pflegen des Codes in dem Moment sparen, in
dem der Speicher ausreichend billig wird.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Jan Heitkötter
2014-06-22 11:15:26 UTC
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Post by Jan Heitkötter
Der Flaschenhals beim Rippen von Audio-CDs ist nicht die Datenreduktion,
also das Encoden, sondern das CD-Laufwerk, das die Daten nicht schnell
genug liefern kann. Durch Aktivierung einer Datenreduktion entsteht also
kein Mehraufwand i.S.v. "mehr Zeit".
Natürlich tut er das - erstens kostet das Aktivieren an sich Zeit,
Wenn ich mein Ripper-Programm (SoundJuicer) starte, ist der Codec
automatisch aktiv, wodurch dafür keine Mehrzeit anfällt.
Post by Erhard Schwenk
zweitens das Nachdenken über evtl. Parameter
Habe ich einmalig eingestellt (FLAC, höchste Kompressionsstufe, fertig).
Der dafür erforderliche Aufwand konvergiert mit wachsender Anzahl CDs
gegen Null.
Post by Erhard Schwenk
und drittens der Ärger über
Programmierfehler in dem zusätzlichen Codepfad, der da durchlaufen
werden muß. Alles nicht viel, aber mehr als nix - und natürlich werden
Gravierende Programmierfehler habe ich schon lange nicht mehr in
Ripper-Software gesehen. Die sind alle ausreichend "reif".
Post by Erhard Schwenk
auch die Hersteller sich das Pflegen des Codes in dem Moment sparen, in
dem der Speicher ausreichend billig wird.
Deshalb nutzt der kluge Mann auch quelloffene Software und Codecs.

Gruß

Jan
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