(zu alt für eine Antwort)
MC Tonabnehmer für SME 3009/III
Ralph Stens
2006-02-10 08:45:02 UTC
Hallo Leute,

welcher moderne Moving Coil Tonabnehmer empfiehlt sich für
einen SME 3009/III Arm auf einem Thorens TD126 MKIII ? Bis
jetzt hatte ich ein Denon DL-305 eingebaut, aber ich
befürchte es hat seine Arbeit eingestellt (leider
heruntergefallen - meine Schuld). Ich denke da an eine
Preisklasse bis ca. 750EUR.

MfG

Ralph

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 Ralph Stens
 email : ***@r-stens.de
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Ingolf Haeusler
2006-02-10 10:50:57 UTC
Post by Ralph Stens
Hallo Leute,
welcher moderne Moving Coil Tonabnehmer empfiehlt sich für
einen SME 3009/III Arm auf einem Thorens TD126 MKIII ? Bis
jetzt hatte ich ein Denon DL-305 eingebaut, aber ich
befürchte es hat seine Arbeit eingestellt (leider
heruntergefallen - meine Schuld). Ich denke da an eine
Preisklasse bis ca. 750EUR.
nach
http://www.vinyl-lebt.de/SME/SME.htm
hat der 3009 eine effektive Tonarmmasse von 12,5g. Laut der der Formel

f_R = 1000/2Pi * SQRT (C x M);
mit C = Compliance/Nadelnachgiebigkeit in mm/N (typisch Werte zwischen
min. 5 und max. 40), M = Summe aus effektiver bewegter Masse des Tonarms
plus Gewicht des Tonabnehmers plus Gewicht des Befestigungsmaterials.

Schaue also bei den Nadeln Deiner Wahl ob deren mechanische Werte
zusammen mit der eff. Tonarmmasse des SMEs eine Resonanzfrequenz
zwischen optimal 9 und 12 Hz liegt.

Abtastsysteme gibt es zu Hauf. Zum Beispiel Phonophono.de oder
vinyl-lebt.de oder die-nadel.de helfen weiter.

Wenn mich nicht alles taeuscht ist der neuen Denon DL 103 R auch ein
guter Kandidat fuer mittelschwere Arme. Recherchiere und rechne aber
bitte selber.

HTH

Gruss, Ingolf
--
***wer mir mailen moechte, sollte invalid.invalid entfernen
und durch MOC.nuS ersetzen, aber spiegelschriftlich***
Martin Klaiber
2006-02-10 12:40:33 UTC
welcher moderne Moving Coil Tonabnehmer empfiehlt sich für einen
SME 3009/III Arm auf einem Thorens TD126 MKIII ? Bis jetzt hatte
ich ein Denon DL-305 eingebaut, aber ich befürchte es hat seine
Arbeit eingestellt (leider heruntergefallen - meine Schuld). Ich
denke da an eine Preisklasse bis ca. 750EUR.
nach http://www.vinyl-lebt.de/SME/SME.htm hat der 3009 eine effektive
Tonarmmasse von 12,5g.
Das ist doch der Series-II. Ralph hat einen Series-III, der hat IIRC
um die 5g oder sogar darunter. Der Arm stammt aus der Ära, als alles
in Richtung extremer Leichtbau und extrem geringer Auflagekräfte ging,
das müsste so Anfang der 80er Jahre gewesen sein. Das V15-IV stammt
auch aus der Zeit und ließ sich gut mit dem 3009-III kombinieren. Man
konnte damit angeblich Auflagekräfte unter 10mN realisieren.
Abtastsysteme gibt es zu Hauf.
Das weiß Ralph sicher auch, aber MC-Abtaster für so leichte Arme sind
AFAIK dünn gesät.

Martin
Ingolf Haeusler
2006-02-10 13:21:15 UTC
Post by Martin Klaiber
Das ist doch der Series-II. Ralph hat einen Series-III, der hat IIRC
um die 5g oder sogar darunter. Der Arm stammt aus der Ära, als alles
Hui, ich war bisher der Meinung, dass sich die MK Versionen eher
marginal in der Konstruktion unterscheiden wuerden - man lernt nie aus.

laut:
http://www.fl-electronic.de/analog/tonarme.html
hat der SME 3009 MK II 9,5g und der MKIII gar nur 4,5. Lediglich der
SME3009 S2 besitzt die besagten 12,5g. Demnach wird dann der Extremist
eher der MKIII sein.
;o)
Post by Martin Klaiber
Das weiß Ralph sicher auch, aber MC-Abtaster für so leichte Arme sind
AFAIK dünn gesät.
Vielleicht die guten MC XX (MC20, MC30, MC25, ...) Systeme von Ortofon
oder van den Hul?
Wie gesagt; bitte selbst pruefen.

Ich betreibe einen vdHul Frog Silver MKII an meinem Mayware Formula Arm:
Mayware Formula 4 III - 5,0
eff.m= 5g!!!

Die mit Messchallplatte gemessene Resonanzfrequenz betraegt etwa 9-10Hz.
Na wenn das keine Referenz ist.
;o)

Man Beachte:
Bei dem Maywaere kann man ohne weiteres die eff. Tonarmmasse
beeinflussen indem man das Armgewicht (gemeint ist hier nicht das
uebliche Gegengewicht) auf dem Armrohr zum Abtastsystem hin verschiebt.
Wie gross hierbei der Einstellbereich ist, kann ich aber nicht sagen...

Gruss, Ingolf
--
***wer mir mailen moechte, sollte invalid.invalid entfernen
und durch MOC.nuS ersetzen, aber spiegelschriftlich***
Martin Klaiber
2006-02-10 19:59:45 UTC
laut: <http://www.fl-electronic.de/analog/tonarme.html> hat der SME
3009 MK II 9,5g und der MKIII gar nur 4,5. Lediglich der SME3009 S2
besitzt die besagten 12,5g. Demnach wird dann der Extremist eher der
MKIII sein. ;o)
Ja, ich kannte mal jemanden, der einen 3009-III hatte, das ist schon
ein recht filigranes Teil. Das Tonarmrohr ist nur etwa 5mm stark. Vom
Aussehen her gefällt er mir nicht so gut, der Bereich um das Lager
sieht IMHO irgendwie wie ein Panzer aus, durch den vielen Kunststoff
wirkt der ganze Arm irgendwie auch billig, was er aber nicht ist.

Akustisch soll er top sein. Ich hatte mal ein langes Gespräch mit
einer Mitarbeiterin von Thorens (als es die Firma noch gab), sie
meinte, dass der 3009-III dem 3009-II überlegen sei. Besonders die
10"-Ausführung (heißt dann wohl 3010) soll sehr gut sein, aber auch
beim Series-II soll das eine Zoll mehr viel bringen.

O.g. Person betrieb den Arm jedenfalls mit einem Elac ESG-796vdH
IIRC, das klang schon recht gut, für meinen Geschmack ein bißchen zu
höhenlastig aber immerhin sehr sauber. Ich habe den 3009-II improved
und habe den Eindruck, dass er im Mitteltonbereich etwas verzerrt
oder Resonanzen hat.
Vielleicht die guten MC XX (MC20, MC30, MC25, ...) Systeme von Ortofon
oder van den Hul?
IIRC sind diese Ortofon-Systeme eher für mittelschwere Arme geeignet.
Bei vdH kenne ich mich nicht aus.
Wie gesagt; bitte selbst pruefen.
Eigentlich müsste man sich doch mal ein kleines Programm schreiben, das
einem die Resonanzfrequenz bestimmter Kombinationen ausrechnet. Außer
einer ganzen Menge an Daten ist da ja nicht viel dran.
Mayware Formula 4 III - 5,0
eff.m= 5g!!!
Ebent. Ich meinte mich doch zu erinnern, dass Du einen Formula-4 hast...
Die mit Messchallplatte gemessene Resonanzfrequenz betraegt etwa 9-10Hz.
Na wenn das keine Referenz ist.
;o)
Erstaunlich. Ich hätte nicht gedacht, dass die vdH so weich aufgehängt
sind...
Bei dem Maywaere kann man ohne weiteres die eff. Tonarmmasse
beeinflussen indem man das Armgewicht (gemeint ist hier nicht das
uebliche Gegengewicht) auf dem Armrohr zum Abtastsystem hin verschiebt.
Wie gross hierbei der Einstellbereich ist, kann ich aber nicht sagen...
... oder hattest Du mit diesem Gewicht die bewegte Masse erhöht?

Martin
Manfred Kaufmann
2006-02-10 21:15:44 UTC
Post by Ralph Stens
Hallo Leute,
welcher moderne Moving Coil Tonabnehmer empfiehlt sich für
einen SME 3009/III Arm auf einem Thorens TD126 MKIII ? Bis
jetzt hatte ich ein Denon DL-305 eingebaut, aber ich
befürchte es hat seine Arbeit eingestellt (leider
heruntergefallen - meine Schuld). Ich denke da an eine
Preisklasse bis ca. 750EUR.
Der SME III ist kein 3009er.

Da ich auf der gleichen Suche wie Du bin, ist mir unter anderem das
Audio Technica AT33PTG aufgefallen. Als Import aus Japan sollte dieses
MC-Spitzensystem für ca. 350 Euro erhältlich sein.

Gruß
Manfred
Martin Klaiber
2006-02-10 22:42:46 UTC
Post by Manfred Kaufmann
Der SME III ist kein 3009er.
In der Tat. War mir noch gar nicht aufgefallen bisher, und auf vielen
Webseiten wird er auch als 3009/III bezeichnet.

Auf SMEs Homepage werden die alten Modelle leider totgeschwiegen.
Schade. Immerhin lässt sich aus der Ersatzteilliste ablesen, dass es
sinnvoller ist, von der Serie I bis V zu reden, wobei zu den Serien
I und II die Modelle 3009 und 3012, sowie teilweise das Modell 3010
gehörten. In dieses Schema passen dann allerdings nicht der 300, 309
und 3050, die AFAIK Abkömmlinge der Serien IV und V sind. Irgendwie
ist das alles etwas undurchsichtig.

Schaut man sich die Manuals an, die zu den einzelnen Armen im web
kursieren, dann ist SME selbst bei der Benennung etwas inkonsequent.
Die Series-I Arme hießen nur 3009 und 3012. Die ersten Series-II Arme
hießen auf dem Deckblatt nur Series-II, innen wird nur vom 3009 und
3012 geredet. Der Series-II improved heißt im Manual 3009/II improved
und die R-Modelle heißen IIRC nur 3009-R, 3010-R und 3012-R, da fehlt
also wieder das Series-II, wenn ich mich nicht verguckt habe.

Ab dem Series-III fällt das 30xx weg, wobei es die Arme AFAIK auch in
verschiedenen Längen gab, oder täusche ich mich da?
Post by Manfred Kaufmann
Da ich auf der gleichen Suche wie Du bin, ist mir unter anderem das
Audio Technica AT33PTG aufgefallen. Als Import aus Japan sollte dieses
MC-Spitzensystem für ca. 350 Euro erhältlich sein.
Stimmt, AT baut/e ja auch Systeme mit hoher Nachgiebigkeit. Vielleicht
gibt es die OC-Modelle noch (OC-7, OC-9), die waren ja auch sehr gut.

Martin
Ralph Stens
2006-02-11 08:45:02 UTC
Hallo Leute,
Post by Ingolf Haeusler
f_R = 1000/2Pi * SQRT (C x M);
mit C = Compliance/Nadelnachgiebigkeit in mm/N (typisch Werte zwischen
min. 5 und max. 40), M = Summe aus effektiver bewegter Masse des Tonarms
plus Gewicht des Tonabnehmers plus Gewicht des Befestigungsmaterials.
das ist doch mal eine klare Aussage. Jetzt kann ich mal den Taschenrechner
schwingen und erst einmal beurteilen ob es überhaupt Sinn macht.

Mit steckt das Ortofon Kontrapunkt B in der Nase. Allerdings befürchte ich
das der Arm zu leicht ist für das System -> siehe folgende Antworten hier
in der News Group -> es handelt sich wirklich um den extrem leichten SME
Serie III Arm.

MfG

Ralph

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 Ralph Stens
 email : ***@r-stens.de
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Dieter Lefeling
2006-02-11 13:07:49 UTC
Ralph Stens schrieb:

[ Ingolf schrieb: ]
Post by Ralph Stens
Post by Ingolf Haeusler
f_R = 1000/2Pi * SQRT (C x M);
mit C = Compliance/Nadelnachgiebigkeit in mm/N (typisch Werte zwischen
min. 5 und max. 40), M = Summe aus effektiver bewegter Masse des Tonarms
plus Gewicht des Tonabnehmers plus Gewicht des Befestigungsmaterials.
das ist doch mal eine klare Aussage.
Ja. Nur leider die falsche. Die Resonanzformel findet man zwar hier und
da in dieser Schreibweise im Netz, dadurch wird sie aber nicht richtig.

Die korrekte Formel - mit der Masse M in Gramm - lautet:

f_R = 1000 / (2 Pi * Wurzel(C * M))

Es wird also 1000 durch die komplette Klammer geteilt. Es wird also
nicht 1000/2Pi mit der Wurzel malgenommen, sondern es wird 1000 durch
die 2Pifache Wurzel geteilt.
Post by Ralph Stens
Jetzt kann ich mal den Taschenrechner schwingen
und erst einmal beurteilen ob es überhaupt Sinn macht.
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.

Dieter
Ralph Stens
2006-02-12 08:45:05 UTC
Hallo,
Post by Dieter Lefeling
Ja. Nur leider die falsche. Die Resonanzformel findet man zwar hier und
da in dieser Schreibweise im Netz, dadurch wird sie aber nicht richtig.
f_R = 1000 / (2 Pi * Wurzel(C * M))
Es wird also 1000 durch die komplette Klammer geteilt. Es wird also
nicht 1000/2Pi mit der Wurzel malgenommen, sondern es wird 1000 durch
die 2Pifache Wurzel geteilt.
danke für die Korrektur, obwohl es mir schon klar war. Ansonsten würde man
ja auch nicht auf die Einheit Hz kommen.
Post by Dieter Lefeling
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.
Denke ich mir auch. Mein altes Denon hatte 14um/mN und hat sehr gut in dem
Arm geklungen. Ich schwanke jetzt noch zwischen Ortofon Kontrapunkt b und
dem großen Rondo (12um/mN zu 15um/mN). Ich denke beide sind keine schlechte
Wahl, wobei das zweite von den Daten her besser an den Arm paßt.

Weiß jemand etwas über das Benz Micro ACE zu berichten ?

MfG

Ralph

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 Ralph Stens
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Martin Klaiber
2006-02-12 10:11:55 UTC
Post by Ralph Stens
Post by Dieter Lefeling
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.
Denke ich mir auch. Mein altes Denon hatte 14um/mN und hat sehr gut in
dem Arm geklungen.
Jup. Wird die Resonanzfrequenz zu hoch, hat man halt eine Bassanhebung
und eine schlechtere Abtastfähigkeit, zumindest in den Bässen. Aber der
grundsätzliche Klangcharakter bleibt sicher erhalten.

Ich habe bei mir aber auch beobachtet, dass ein System wie das DL-103
einen leichten Arm eher zu Resonanzen anregt, als z.B. ein MC-9. Die
beiden Systeme unterscheiden sich darin, dass das DL-103 schwerer ist,
eine höhere Auflagekraft braucht und eine geringere Nachgiebigkeit hat.
Ich nehme an, die stärkeren Resonanzen im Arm rühren daher, dass das
DL-103 stärkere Rückstellkräfte auf den Arm ausübt, kann das sein? Wenn
ja, welcher der o.g. Parameter ist dafür verantwortlich?
Post by Ralph Stens
Ich schwanke jetzt noch zwischen Ortofon Kontrapunkt b und dem großen
Rondo (12um/mN zu 15um/mN). Ich denke beide sind keine schlechte Wahl,
wobei das zweite von den Daten her besser an den Arm paßt.
Von den Daten her passen auch die Goldring-MCs ganz gut, sie haben
18µm/mN. Wichtig ist aber vorallem, welche klangliche Richtung Du
bevorzugst. Selbst innerhalb der Ortofon-Abtaster ist das Klangspektrum
ja schon unglaublich breit. Und wenn Dir Dein DL-305 grundsätzlich gut
gefallen hat, dann gäbe es ja noch das DL-304 mit ebenfalls 14µm/mN.

Martin
Ingolf Haeusler
2006-02-12 12:56:55 UTC
Post by Ralph Stens
danke für die Korrektur, obwohl es mir schon klar war. Ansonsten würde
man ja auch nicht auf die Einheit Hz kommen.
Sorry, hab' wohl die Klammer vergessen...
Post by Ralph Stens
Post by Dieter Lefeling
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.
Denke ich mir auch. Mein altes Denon hatte 14um/mN und hat sehr gut in
dem Arm geklungen. Ich schwanke jetzt noch zwischen Ortofon Kontrapunkt
b und dem großen Rondo (12um/mN zu 15um/mN). Ich denke beide sind keine
schlechte Wahl, wobei das zweite von den Daten her besser an den Arm
paßt.
Hmm, ich denke schon, dass man speziell darauf schon etwas achten sollte.
Wie Martin schon schrieb geht eine zu hohe Resonanzfreuenz doch an die
Abtastfaehigkeit und die Nadel koennte bei etwas lauter Musik schon
schnell aus der Rille springen.

Ist sie dagegen zu tief bekommst Du Unannehmlichkeiten bei gewellten
Platten und das Teil versagt auch hier schnell den Dienst und neigt zum
springen.

Eine zu hohe Resonanzfreuenz duerfte sich eher in Rhytmus-betonter Musik,
jedoch nicht so sehr bei klassischer Musik manifestieren.
Post by Ralph Stens
Weiß jemand etwas über das Benz Micro ACE zu berichten ?
Nein, aber zu Ortofon. Mein MC20 MKII harmoniert ausgesprochen gut mit
meinem ultraleichten Arm (Du erinnerst Dich, Mayware, der eine aehnliche
M_eff hat wie Dein SME. Die Baesse sind zwar nicht besonders ausgepraegt,
dafuer aber knackig und praezige. Und wenn ein guter Abtaster an einem
Einpunkter werkelt, sind die Fehler im Hoch- und Mittelbereich sowieso
ausgesprochen gering. Der SME duerfte in dieser Kategorie klanglich
mitspielen.

Gruss, Ingolf
Andreas Huennebeck
2006-02-13 08:44:14 UTC
Post by Dieter Lefeling
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.
Das hat ja auch nichts mit dem Klang, sondern mit Abtastsicherheit und
Unterdrückung von Laufwerksgeräuschen zu tun. Ist die Resonanzfrequenz
zu hoch, dann werden Laufwerksgeräusche verstärkt, ist sie zu tief, kann
das System bei verwellten Platten nicht mehr richtig abtasten.

Tschau
Andreas
--
Andreas Hünnebeck | email: ***@despammed.com
----- privat ---- | www : http://www.huennebeck-online.de
Fax/Anrufbeantworter: 0721/151-284301
GPG-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/andreas.asc
PGP-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/pgp_andreas.asc
Ralph Stens
2006-02-14 08:45:02 UTC
Post by Andreas Huennebeck
Post by Dieter Lefeling
Sieh es nicht zu dogmatisch. Es wird immer mal wieder von Kombinationen
berichtet, die wunderbar klingen, obwohl sie rechnerisch gar nicht
zueinander passen.
Das hat ja auch nichts mit dem Klang, sondern mit Abtastsicherheit und
Unterdrückung von Laufwerksgeräuschen zu tun. Ist die Resonanzfrequenz
zu hoch, dann werden Laufwerksgeräusche verstärkt, ist sie zu tief, kann
das System bei verwellten Platten nicht mehr richtig abtasten.
Tschau
Andreas
Moin,

die Entscheidung ist gefallen. Ich habe ein Benz Micro ACE L
geordert.

MfG und vielen Dank

Ralph

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 Ralph Stens
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Ingolf Haeusler
2006-02-14 12:16:29 UTC
Post by Martin Klaiber
Post by Ingolf Haeusler
Vielleicht die guten MC XX (MC20, MC30, MC25, ...) Systeme von Ortofon
oder van den Hul?
IIRC sind diese Ortofon-Systeme eher für mittelschwere Arme geeignet.
Bei vdH kenne ich mich nicht aus.
nachgerechnet hatte ich da bisher noch nicht... moment:
http://www.vandenhul.com/phono/frog.htm
sagt:
C = 35 Micron/mN
m = 8.2g
Recommended Eff. Tone arm Mass 6 - 10 Gram

f_r = 1000 / (2 Pi * Wurzel(C * M))

Ok, rechne ich einmal mit einer eff. Tonarmmasse von 6g komme ich auf
eine f_R von ca 7 Hz. Mit einem mittelschweren Arm von 15g dagegen auf
5.5 Hz. Das wird noch etwas enger.

Der Frog, den ich einsetze, ist demnach definitiv geeignet fuer leichte
Arme...
Post by Martin Klaiber
Eigentlich müsste man sich doch mal ein kleines Programm schreiben, das
einem die Resonanzfrequenz bestimmter Kombinationen ausrechnet. Außer
einer ganzen Menge an Daten ist da ja nicht viel dran.
vielleicht so einen Calculator auf eine Webseite stellen? Vielleicht
mache ich mir ja einmal den Spass.
;o)
Post by Martin Klaiber
Post by Ingolf Haeusler
Mayware Formula 4 III - 5,0
eff.m= 5g!!!
Ebent. Ich meinte mich doch zu erinnern, dass Du einen Formula-4 hast...
definitiv richtig.
Post by Martin Klaiber
Post by Ingolf Haeusler
Die mit Messchallplatte gemessene Resonanzfrequenz betraegt etwa 9-10Hz.
Na wenn das keine Referenz ist.
;o)
Erstaunlich. Ich hätte nicht gedacht, dass die vdH so weich aufgehängt
sind...
siehe oben, aber....
Post by Martin Klaiber
... oder hattest Du mit diesem Gewicht die bewegte Masse erhöht?
Der Mayware hat von Hause aus ein Gegengewicht auf dem Armrohr, so dass
man an der eff. Tonarmmasse in gewissen Bereichen herummanipulieren
kann. Jedoch ist mein Arm "stark" modifiziert; das Armrohr wurde gegen
eine "Sandwichkonstruktion" ausgetauscht. Diese besteht aussen aus
Carbon, darin - mit 2Komponentenkleber vergossen und eingepresst -
befindet sich ein Alurohr. Weiterhin habe ich in dieses "Sandwich"Rohr
weitere zwei hauchzarte Alurohre eingezogen, in denen wiederum
kanalgetrennt die zwei Phonoleitungspaare, mit einem Wollfaden
beruehigt, "schlummern". Die dabei entstandenen Hohlraeume sind mit
feinen Holzleisten gefuellt. Das Gegengewicht auf dem Tonrohr habe ich
ausserdem gaenzlich weggelassen.

Der Original Mayware Arm hatte lediglich ein simples Alurohr. Somit gehe
ich bei meiner Konstruktion von einer etwas hoeheren effektiven
Tonarmmasse aus. Leider habe ich zwei Freiheitsgrade in der Berechnung
fuer mein System, denn auch mein Frog ist modifiziert (Entfernung des
Gehaeuses). Somit ergibt sich nach der Annahme von

Masse des Pickups: 5g (8,2g - Gehaeuse)
Tonarm: 6g (nach Modifikation)

von ca: 8,1 Hz.
Gemessen mit Messschallplatte habe ich etwa 9-10Hz, d.h. dass mein Arm
entweder immer noch ultraleicht, oder das Abtastsystem nach dessen
Entschaelung leichter ist als angenommen.


Gruss, Ingolf
--
***wer mir mailen moechte, sollte invalid.invalid entfernen
und durch MOC.nuS ersetzen, aber spiegelschriftlich***
Peter Sauter
2006-02-14 20:15:32 UTC
Ralph Stens schrieb:

Hallo Ralph.
Post by Ralph Stens
die Entscheidung ist gefallen. Ich habe ein Benz Micro ACE L
geordert.
Schreibe dochmal dann deine Klangerfahrungen mit kompletter Hifi-Kette
ins Forum. Würde mich mit dem Tonabnehmer durchaus interressieren (kenne
allerdings klanglich bisher nur das Benz Micro MC Gold).
--
Autor der deutschen U.S. Robotics FAQ http://usrfaq.koepke.net/usrfaq.txt
Martin Klaiber
2006-02-15 12:28:28 UTC
Post by Ralph Stens
die Entscheidung ist gefallen. Ich habe ein Benz Micro ACE L
geordert.
Aha, verrätst Du auch, warum es gerade das geworden ist? Mich würde
vorallem interessieren, ob Du es Dir vorher angehört hattest und es
aus klanglichen Gründen ausgewählt hast.

Neugierig,
Martin
Ralph Stens
2006-02-16 08:45:02 UTC
Hallo Martin,
Post by Martin Klaiber
Aha, verrätst Du auch, warum es gerade das geworden ist? Mich würde
vorallem interessieren, ob Du es Dir vorher angehört hattest und es
aus klanglichen Gründen ausgewählt hast.
leider hatte ich keinerlei Gelegenheit mir etwas vorher anzuhören. Auch bin
ich der Meinung das das nicht so gigantisch viel bringt - meine ganze
Umgebung (Plattenspieler, Arm, Verstärker, Lautsprecher, Raum) entspricht
ja in keinster Weise dem im HiFi Laden.

Ich habe mich an die Daten gehalten, habe mir einige Testergebnisse
durchgelesen und bin auch meinem eigenen positiven Eindruck aus der
Vergangenheit gefolgt. Außerdem hat natürlich der Preis eine Rolle
gespielt.

Nun wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen ob meine Wahl
so glücklich war.

Das System ist mittlerweile hier eingetroffen (ich werde es am Wochenende
einbauen) und ich habe schon ein Manko festgestellt - es gibt keinen
Nadelschutz !!! Das hat natürlich nichts mit den audiophilen Qualitäten des
Abtasters zu tun, aber das Handling wird sehr erschwert. Mal sehen ob mir
da eine Lösung einfällt.

MfG

Ralph
--
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 Ralph Stens
 email : ***@r-stens.de
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Martin Klaiber
2006-02-16 11:02:30 UTC
Post by Ralph Stens
leider hatte ich keinerlei Gelegenheit mir etwas vorher anzuhören. Auch bin
ich der Meinung das das nicht so gigantisch viel bringt - meine ganze
Umgebung (Plattenspieler, Arm, Verstärker, Lautsprecher, Raum) entspricht
ja in keinster Weise dem im HiFi Laden.
Das stimmt schon, aber einen grundsätzlichen Eindruck (klingt es eher
hell, drahtig, kräftig, weich, usw.) bekommt man schon. Und man kann
z.B. auch seinen Kopfhörer mit in den Laden nehmen, dann passt die
Elektronik zwar immer noch nicht, aber man hat eine Variable weniger.
Post by Ralph Stens
Nun wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen ob
meine Wahl so glücklich war.
Ja, und ich hoffe, Du wirst hier ein paar Zeilen darüber schreiben.
Post by Ralph Stens
Das System ist mittlerweile hier eingetroffen (ich werde es am Wochenende
einbauen) und ich habe schon ein Manko festgestellt - es gibt keinen
Nadelschutz !!! Das hat natürlich nichts mit den audiophilen Qualitäten des
Abtasters zu tun, aber das Handling wird sehr erschwert. Mal sehen ob mir
da eine Lösung einfällt.
Du meinst beim Einbau? Beim SME-III kann man IIRC das ganze Tonarmrohr
abnehmen, das sollte den Einbau erleichtern. Ansonsten muss man halt
vorsichtig sein. Ich habe vor ein paar Tagen ein System (ebenfalls
ohne Nadelschutz) in einen SME-II improved ohne abnehmbares Headshell
eingebaut, d.h. man kann bei dem Tonarm weder das Headshell noch das
Tonarmrohr entfernen. Aber das ging auch mit eingebautem Tonarm recht
gut.

Die Kabel hatte ich erst leicht aufgesteckt, während ich den TA in der
einen Hand hielt, dann hatte ich den Tonabnehmer mit der 'Schnauze' auf
den Plattenspieler gestellt, so dass die Anschlüsse nach oben schauen,
mit einer Hand festgehalten, so dass er nicht wegrutschen kann und mit
einem kleinen Schraubendreher die Kabelschuhe fest aufgedrückt. War
fummelig aber es ging. Man kniet halt die ganze Zeit vor seinem
Plattenspieler, aber das ist ja ohnehin die anzustrebende Haltung auf
dem Weg zum echten Plattenhörer ;-))

Martin
Ralph Stens
2006-02-17 08:45:02 UTC
Hallo,
Post by Martin Klaiber
Post by Ralph Stens
Nun wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen ob
meine Wahl so glücklich war.
Ja, und ich hoffe, Du wirst hier ein paar Zeilen darüber schreiben.
Kann ich natürlich machen.
Post by Martin Klaiber
Post by Ralph Stens
Das System ist mittlerweile hier eingetroffen (ich werde es am Wochenende
einbauen) und ich habe schon ein Manko festgestellt - es gibt keinen
Nadelschutz !!! Das hat natürlich nichts mit den audiophilen Qualitäten
des Abtasters zu tun, aber das Handling wird sehr erschwert. Mal sehen ob
mir da eine Lösung einfällt.
Du meinst beim Einbau? Beim SME-III kann man IIRC das ganze Tonarmrohr
abnehmen, das sollte den Einbau erleichtern. Ansonsten muss man halt
vorsichtig sein. Ich habe vor ein paar Tagen ein System (ebenfalls
ohne Nadelschutz) in einen SME-II improved ohne abnehmbares Headshell
eingebaut, d.h. man kann bei dem Tonarm weder das Headshell noch das
Tonarmrohr entfernen. Aber das ging auch mit eingebautem Tonarm recht
gut.
Der Kauf des Benz ist nötig geworden da ich meinen Thorens TD126 MKIII
reparieren mußte und mir beim Zusammenbau das Tonarmrohr samt Tonabnehmer
heruntergefallen ist - Resultat: Diamant weg. Ein Nadelschutz hätte dies
sicherlich verhindert.

MfG

Ralph

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Ralph Stens
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